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Copilot Studio erklärt: eigene KI-Agenten in Microsoft 365 bauen

Die meisten Firmen mit Microsoft 365 haben Copilot Studio schon im Mandanten, ohne es zu wissen. Damit baut ein Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse einen Agenten, der Fragen aus dem SharePoint beantwortet, Anfragen vorsortiert oder auf der Website Kunden berät. Wie der erste Agent entsteht, ist in einer Stunde gelernt. Welche Nutzung im Copilot-Abo steckt und welche Credits kostet, hat Microsoft im August noch einmal umgebaut, und genau daran entscheidet sich, ob das Projekt am Monatsende billig oder teuer wird.

Junge Frau mit Brille tippt an einem Laptop vor einem Büroregal mit Aktenordnern

Den ersten Agenten baut meist die Person, die die Fragen der Kollegen ohnehin jeden Tag beantwortet. Foto: Andrea Piacquadio auf Pexels

Copilot Studio in Kürze: Copilot Studio ist Microsofts Werkzeug, um eigene KI-Agenten ohne Code zu bauen und in Teams, Microsoft 365 Copilot, SharePoint oder auf der eigenen Website zu veröffentlichen. Abgerechnet wird in Copilot Credits: 173,30 Euro für ein Paket mit 25.000 Credits im Monat oder 0,01 US-Dollar je Credit nach Verbrauch. Wer eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz hat, nutzt interne Agenten auf dem Standard- und dem Chat-Harness ohne Credit-Verbrauch. Seit dem 3. August 2026 landen neue Agenten aber standardmäßig auf dem GitHub-Copilot-Harness, und der rechnet schon beim Bauen ab und ist in keiner Nutzerlizenz enthalten. Diese eine Voreinstellung solltest du kennen, bevor dein Team loslegt.

Was Copilot Studio ist und was sich im August geändert hat

Copilot Studio ist der Baukasten, mit dem Microsoft-Kunden eigene Agenten zusammenstellen. Ein Agent ist hier ein Assistent mit festem Auftrag, eigenen Anweisungen und einem abgegrenzten Wissensbestand: der Onboarding-Helfer, der neuen Kollegen die Reisekostenrichtlinie erklärt, der Vertriebs-Agent, der aus dem CRM den Stand eines Kunden holt, oder der Chat auf der Website, der Rücksendefragen beantwortet. Wer die Vorgängerprodukte kennt: Copilot Studio ist aus Power Virtual Agents hervorgegangen und hängt technisch an der Power Platform.

Die wichtigste Änderung dieses Jahres liegt unter der Oberfläche. Microsoft unterscheidet seit dem Sommer drei sogenannte Harnesses, also Laufzeitumgebungen, die zwischen deinem Agenten und dem Sprachmodell sitzen. Sie entscheiden, wie der Agent arbeitet, was er kann und wie abgerechnet wird.

HarnessWofür gedachtVeröffentlichungAbrechnung
GitHub-Copilot-Harness (Standard für neue Agenten seit 03.08.2026)Mehrstufige Geschäftsprozesse, Agent plant selbst, bearbeitet Office- und PDF-Dateien, nutzt Skills und GedächtnisIntern und externCredits nach Verbrauch ab dem ersten Bauschritt, nicht in der M365-Copilot-Lizenz enthalten
Standard-HarnessRegelbasierte Agenten mit festen Themen und Pfaden, etwa ein interner HelpdeskIntern und externCredits erst nach Veröffentlichung, für M365-Copilot-Lizenzierte intern kostenfrei
Copilot-Chat-HarnessFirmenwissen in Microsoft 365 Copilot Chat einbindenNur internNach Verbrauch oder in der M365-Copilot-Lizenz enthalten

Der Name GitHub-Copilot-Harness verwirrt viele Geschäftsführer, weil GitHub nach Softwareentwicklung klingt. Microsoft stellt in der Dokumentation klar, dass das Harness nur Technik mit GitHub Copilot teilt und keine Kundendaten an den GitHub-Copilot-Dienst gehen. Wer mit Copilot Cowork in Microsoft 365 schon Agenten im Alltag nutzt, erkennt die Arbeitsweise wieder: Ziel vorgeben, der Agent plant die Schritte. Wer die klassische Oberfläche sucht, findet sie auf der Startseite von Copilot Studio über den Schalter für die neue Oberfläche, den man ausschaltet.

Vier Wege zum eigenen Agenten, sortiert nach Aufwand

Bevor jemand bei euch Copilot Studio öffnet, lohnt die Frage, ob es überhaupt die Vollversion braucht. Microsoft bietet vier Einstiege, und der einfachste reicht für erstaunlich viele Fälle.

Agent Builder in Microsoft 365 Copilot. In der Copilot-App steht die Schaltfläche Neuer Agent. Du beschreibst in normaler Sprache, was der Agent tun soll, und der Builder schreibt Name, Beschreibung und Anweisungen selbst. Bis zu 20 Wissensquellen passen hinein, also SharePoint-Seiten, Ordner, einzelne Dateien oder öffentliche Webseiten. Mit einer Copilot-Lizenz kommen E-Mails, Teams-Chats und die im Mandanten freigeschalteten Konnektoren dazu. Für einen Agenten, der die Projekthandbücher kennt, ist das der schnellste Weg.

Agent für Microsoft 365 Copilot in Copilot Studio. Technisch dasselbe Prinzip, aber mit mehr Stellschrauben, etwa der Schalter, ob der Agent nur deine Quellen nutzen darf oder zusätzlich per Bing im Netz sucht, und ob er das Organigramm kennen soll. Veröffentlicht wird über den Firmenkatalog, den ein Admin freigibt.

Eigener Agent auf dem Standard-Harness. Hier baust du Themen, Gesprächspfade und Aktionen selbst und kannst den Agenten auf jedem Kanal ausspielen, den Copilot Studio unterstützt, von Teams bis zur Website. Das ist der Weg für den Kundenservice-Chat oder den Helpdesk, bei dem die Antworten vorhersehbar sein müssen.

Eigener Agent auf dem GitHub-Copilot-Harness. Du gibst ein Ziel vor, der Agent zerlegt es in Schritte, ruft Konnektoren, Wissensquellen, MCP-Server und andere Agenten auf und korrigiert sich, wenn ein Schritt scheitert. Microsofts Beispiel ist die Kreditorenbuchhaltung: Rechnungen lesen, mit Bestellungen abgleichen, Abweichungen zur Freigabe schicken. Mächtig, aber mit der teuersten Abrechnung.

Was das konkret bedeutet: Fang mit dem kleinsten Werkzeug an, das die Aufgabe löst. Ein Wissens-Agent für interne Fragen gehört in den Agent Builder, ein Kunden-Chat mit festen Antworten auf den Standard-Harness. Das GitHub-Copilot-Harness lohnt sich erst, wenn der Agent wirklich in mehreren Systemen handeln soll und der Prozess genug Arbeitszeit spart, um laufende Credits zu rechtfertigen.

Dein erster Agent ohne Code, Schritt für Schritt

Als Beispiel dient ein Agent, der neuen Mitarbeitern Fragen zu internen Richtlinien beantwortet. Das ist der häufigste Einstieg in Mittelstandsfirmen, weil das Material meist schon in SharePoint liegt und der Nutzen am ersten Tag sichtbar wird.

  1. Anmelden. Unter copilotstudio.microsoft.com mit dem Geschäftskonto einloggen. Ohne Lizenz führt dich die Seite zur Testregistrierung. Private E-Mail-Adressen lehnt Microsoft ab.
  2. Harness wählen. Auf der Startseite entscheidest du, ob du in der neuen Oberfläche (GitHub-Copilot-Harness) oder in der klassischen (Standard-Harness) baust. Für einen reinen Wissens-Agenten reicht die klassische, und sie rechnet erst ab Veröffentlichung ab.
  3. Beschreiben. Ins Eingabefeld kommt in eigenen Worten, was der Agent tun soll, bis zu 1.024 Zeichen. Zum Beispiel: „Beantworte Fragen neuer Mitarbeiter zu Urlaub, Reisekosten und IT-Zugängen auf Basis unserer Richtlinien, freundlich und knapp, und verweise bei Unklarheit an die Personalabteilung.“ Copilot Studio erzeugt daraus Namen, Beschreibung und Anweisungen und schlägt Wissensquellen und Werkzeuge vor.
  4. Wissen anhängen. Im Abschnitt Wissen den SharePoint-Ordner mit den Richtlinien hinzufügen. Der Agent antwortet mit den Rechten des jeweiligen Nutzers, wer eine Datei nicht öffnen darf, bekommt auch keine Antwort daraus.
  5. Testen. Im Testfenster rechts zehn echte Fragen stellen, die neue Kollegen tatsächlich gestellt haben. Wo die Antwort daneben liegt, die Anweisungen schärfen und dieselbe Frage erneut stellen.
  6. Begrüßung und Startfragen setzen. Die Begrüßungsnachricht ersetzen, sodass der Agent sagt, wofür er da ist. Für Teams und Microsoft 365 lassen sich bis zu zehn vorgeschlagene Einstiegsfragen hinterlegen.
  7. Veröffentlichen. Oben auf Veröffentlichen klicken und den Kanal wählen, für interne Agenten den Kanal Teams und Microsoft 365. Mit einer reinen Testlizenz geht dieser Schritt nicht, dafür braucht es eine M365-Copilot-Lizenz oder ein Credit-Paket im Mandanten.

Wer das einmal durchgespielt hat, versteht, warum Microsoft den Schnellstart in Minuten veranschlagt. Die eigentliche Arbeit steckt woanders: Die Richtlinien im SharePoint müssen aktuell und widerspruchsfrei sein. Ein Agent auf veralteten Dokumenten beantwortet Fragen souverän und falsch. Wie ihr Firmenwissen so aufbereitet, dass KI damit zuverlässig arbeitet, steht in unserem Beitrag zur KI-Wissensdatenbank im Mittelstand.

Lizenz und Kosten: was im Abo steckt und was Credits frisst

An dieser Stelle scheitern die meisten Anleitungen, weil sie die Lizenzfrage in einen Nebensatz packen. Dabei ist sie der Kern der Entscheidung. Die Grundlage sind Copilot Credits, die Verrechnungseinheit für alle Agenten. Stand 26. September 2026 gibt es drei Wege, sie zu bezahlen: das Prepaid-Paket mit 25.000 Credits für 173,30 Euro im Monat, die nutzungsbasierte Abrechnung über Azure mit 0,01 US-Dollar je Credit und einen einjährigen Vorabkaufplan, für den Microsoft bis zu 20 Prozent Rabatt nennt. Nicht verbrauchte Credits aus dem Paket verfallen zum Monatsende.

Was ein Agent verbraucht, hängt davon ab, was er tut. Die Sätze für den Standard-Harness aus der Microsoft-Dokumentation:

VorgangCreditsFür M365-Copilot-Lizenzierte intern
Klassische Antwort (vorgeschriebener Text)1Kostenfrei
Generative Antwort2Kostenfrei
Agentenaktion (Auslöser, Denkschritt, Themenwechsel)5Kostenfrei
Suche über den gesamten Microsoft-Graph des Mandanten10Kostenfrei
Agent-Flow, je 100 Aktionen13Kostenfrei nur über den Auslöser „Wenn ein Agent den Flow aufruft“
Dokumentverarbeitung, je Seite8Kostenfrei
Computer-Using Agent (Agent bedient Oberflächen)5 je AktionNicht enthalten

Die Spalte rechts ist der Grund, warum Copilot Studio für Firmen mit Copilot-Lizenzen so attraktiv ist: Solange lizenzierte Mitarbeiter einen internen Agenten nutzen und dabei mit ihrer eigenen Identität angemeldet sind, fällt für die Standardvorgänge kein Credit an. Microsoft behält sich faire Nutzungsgrenzen vor. Die Lizenz selbst kostet laut unserer Aufstellung zu den Kosten von Microsoft Copilot 26,00 Euro je Nutzer und Monat als Enterprise-Add-on oder 18,20 Euro als Business-Variante für Firmen bis 300 Nutzer, dort bis zum 31. Dezember 2026 im Jahresabo für 15,60 Euro.

Anders als beim Standard-Harness, der erst nach der Veröffentlichung abrechnet, berechnet das GitHub-Copilot-Harness Credits ab dem Moment, in dem du mit dem Bauen beginnst.

Microsoft Learn, Übersicht zur nutzungsbasierten Abrechnung, Stand 25.09.2026 (eigene Übersetzung)

Dieser Satz hat Folgen für jede Firma, die ihren Mitarbeitern „einfach mal Copilot Studio“ freigibt. Auf dem GitHub-Copilot-Harness kosten das Beschreiben in natürlicher Sprache, das Testen im Vorschaufenster und das Erstellen von Evaluierungen bereits Credits, abgerechnet nach Tokens, Werkzeugaufrufen und dem Harness selbst. Und die Nutzung ist ausdrücklich nicht in der Microsoft-365-Copilot-Lizenz enthalten. Seit dem 1. September 2026 rechnen außerdem Entwicklungs- und Testumgebungen auf diesem Harness nutzungsbasiert ab.

Drei Rechenbeispiele für eine Firma mit 80 Mitarbeitern

Zahlen machen die Unterschiede greifbar. Alle Beispiele rechnen mit 21 Arbeitstagen und den Sätzen oben.

Interner Richtlinien-Agent, 20 Mitarbeiter mit Copilot-Lizenz. Jeder stellt täglich fünf Fragen, der Agent antwortet generativ aus SharePoint. Credit-Verbrauch: null, weil lizenzierte Nutzer intern kostenfrei laufen. Du zahlst nur die Lizenzen, die du ohnehin hast.

Derselbe Agent, zusätzlich 60 Kollegen ohne Copilot-Lizenz. Sie nutzen ihn über den kostenlosen Copilot Chat mit ebenfalls fünf Fragen am Tag. 60 mal 5 mal 2 Credits mal 21 Tage ergibt 12.600 Credits im Monat, das passt in ein Paket für 173,30 Euro. Schaltest du die Suche über den gesamten Graph dazu, kostet jede Frage 12 statt 2 Credits. Dann sind es 75.600 Credits, also vier Pakete für 693,20 Euro. Die Graph-Suche lässt sich pro Agent an- und abschalten, und für einen Agenten mit einem klar umrissenen SharePoint-Ordner braucht es sie selten.

Kundenservice-Chat auf der Website. Microsofts eigenes Beispiel: 900 Kunden am Tag, jeder bekommt vier klassische und zwei generative Antworten, also 8 Credits pro Gespräch. Bei 30 Tagen Betrieb sind das 216.000 Credits im Monat. Mit Paketen brauchst du neun Stück für 1.559,70 Euro, nach Verbrauch über Azure wären es 2.160 US-Dollar. Externe Nutzer sind nie über eine Copilot-Lizenz abgedeckt.

Für eigene Schätzungen stellt Microsoft einen Verbrauchsrechner bereit, in dem du Agententyp, Verkehr, Wissensquellen und Werkzeuge auswählst. Die Werte sind Richtgrößen und sollten nach den ersten Betriebswochen gegen den echten Verbrauch geprüft werden.

Kostenbremsen, die dein Admin am ersten Tag setzt

Kein Agent muss eine Rechnung sprengen, wenn vier Einstellungen sitzen. Alle liegen im Power Platform Admin Center oder im Microsoft 365 Admin Center und kosten nichts.

  • Die Selbstregistrierung für Testlizenzen lässt sich sperren. Wer die Verbreitung steuern will, vergibt Zugänge gezielt über eine Sicherheitsgruppe mit der Rolle Copilot-Studio-Autor.
  • Eine monatliche Obergrenze je Agent setzt ihr unter Lizenzierung, Copilot Studio, Agenten verwalten. Microsoft empfiehlt ausdrücklich, für Experimentier-Agenten eine feste Entwicklungsgrenze zu vergeben, weil das Admin Center keinen mandantenweiten Standardwert kennt.
  • Für Umgebungen zum Ausprobieren gehört ein fest zugeteiltes Credit-Kontingent eingestellt, mit ausgeschalteter Option, bei Bedarf aus dem Mandanten-Pool nachzuziehen. Neue Umgebungen tauchen laut Microsoft mitunter mit eingeschaltetem Nachziehen auf.
  • Beim Prepaid-Modell werden eigene Agenten abgeschaltet, sobald der Mandant 125 Prozent seiner gekauften Kapazität erreicht. Nutzer sehen dann die Meldung, dass der Agent sein Nutzungslimit erreicht hat. Für geschäftskritische Agenten ist deshalb eine Umgebung mit Azure-Abrechnung als Überlauf sinnvoll, abgesichert mit einer Agenten-Obergrenze, denn Azure-Budgets melden nur und stoppen nichts.

Wer diese vier Punkte vor dem ersten Pilotprojekt klärt, spart sich die Diskussion mit der Buchhaltung im zweiten Monat.

Wann Copilot Studio passt und wann ein anderes Werkzeug

Copilot Studio spielt seine Stärke aus, wo eure Daten ohnehin in Microsoft 365 liegen. Der Agent erbt die Zugriffsrechte aus SharePoint und Teams, die IT verwaltet ihn im selben Admin Center wie den Rest, und mit vorhandenen Copilot-Lizenzen laufen interne Standard-Agenten ohne Zusatzkosten. Für eine Firma, die tief im Microsoft-Kosmos steckt, ist das der kürzeste Weg vom Einfall zum laufenden Agenten.

Schwächer wird die Rechnung, sobald ein Agent vor allem mit Kunden spricht, viele Mitarbeiter ohne Lizenz bedient oder als autonomer Agent auf dem GitHub-Copilot-Harness arbeitet. Dann zahlst du pro Vorgang, und ein Vergleich mit anderen Plattformen lohnt. Wie sich Microsoft Copilot gegen die Konkurrenz schlägt, haben wir im Vergleich von Claude und Microsoft Copilot und im Vergleich von Copilot und ChatGPT aufgeschrieben. Wenn Agenten Prozesse über mehrere Systeme hinweg erledigen sollen, die nicht alle bei Microsoft liegen, ist eine plattformübergreifende KI-Automatisierung oft günstiger im Betrieb.

Das Wichtigste in zwei Sätzen: Mit Copilot Studio baut ein Mitarbeiter ohne Code in einer Stunde einen Agenten, und für lizenzierte Copilot-Nutzer laufen interne Agenten auf dem Standard-Harness ohne Credit-Verbrauch. Weil neue Agenten seit August standardmäßig auf dem GitHub-Copilot-Harness starten, das schon beim Bauen abrechnet und in keiner Lizenz steckt, gehören Agenten-Obergrenzen und ein festes Test-Kontingent vor den ersten Pilot.

Häufige Fragen

Was kostet Copilot Studio?

Copilot Studio rechnet in Copilot Credits ab. Stand 26. September 2026 kostet ein Prepaid-Paket mit 25.000 Credits auf der deutschen Microsoft-Seite 173,30 Euro im Monat, nicht verbrauchte Credits verfallen zum Monatsende. Alternativ läuft die Abrechnung nutzungsbasiert über ein Azure-Abonnement mit 0,01 US-Dollar je Credit. Eine generative Antwort kostet 2 Credits, eine klassische vorgeschriebene Antwort 1 Credit, eine Agentenaktion 5 Credits und die Suche über den gesamten Microsoft-Graph eures Mandanten 10 Credits.

Ist Copilot Studio in Microsoft 365 Copilot enthalten?

Teilweise. Mit einer Microsoft-365-Copilot-Lizenz darfst du Agenten in Copilot Studio bauen, und wenn lizenzierte Mitarbeiter diese Agenten in Copilot Chat, Teams oder SharePoint nutzen, kosten klassische Antworten, generative Antworten, Graph-Suche und Agentenaktionen keine Credits. Das gilt für interne Szenarien mit angemeldeten, lizenzierten Nutzern. Agenten auf dem neuen GitHub-Copilot-Harness, Computer-Using Agents und alles, was Kunden oder unlizenzierte Kollegen nutzen, verbraucht dagegen Credits.

Kann ich Copilot Studio kostenlos testen?

Ja, über eine Testlizenz, die du dir mit einem Geschäftskonto selbst holen kannst, sofern eure IT die Selbstregistrierung nicht gesperrt hat. Nach Ablauf lässt sich der Test um 30 Tage verlängern. Mit der Testlizenz kannst du Agenten bauen und im Testfenster ausprobieren, veröffentlichen kannst du sie nicht. Zusätzlich gilt seit dem 1. September 2026: Entwicklungs- und Testumgebungen rechnen Agenten auf dem GitHub-Copilot-Harness nutzungsbasiert ab, der Test ist dort also nicht automatisch gratis.

Was ist der Unterschied zwischen Agent Builder und Copilot Studio?

Der Agent Builder sitzt direkt in Microsoft 365 Copilot hinter der Schaltfläche Neuer Agent. Du beschreibst dort in normaler Sprache, was der Agent tun soll, hängst bis zu 20 Wissensquellen wie SharePoint-Ordner oder Webseiten an und teilst ihn mit Kollegen. Copilot Studio ist die Vollversion: eigene Kanäle wie Website oder Teams, Konnektoren zu Fremdsystemen, Workflows, autonome Auslöser und eine Verbrauchssteuerung für die IT. Für einen Wissens-Agenten reicht oft der Agent Builder, für Prozesse mit Aktionen in anderen Systemen brauchst du Copilot Studio.

Was ist das GitHub-Copilot-Harness in Copilot Studio?

Seit dem 3. August 2026 startet jeder neue Agent in Copilot Studio standardmäßig auf dem GitHub-Copilot-Harness, der Laufzeitumgebung für Agenten, die ein Ziel selbst in Schritte zerlegen, Word-, Excel-, PowerPoint- und PDF-Dateien bearbeiten und Skills nutzen. Der Name führt in die Irre: Microsoft schreibt ausdrücklich, dass dabei keine Daten an den GitHub-Copilot-Dienst gehen. Wichtig für die Kosten: Auf diesem Harness verbrauchen schon Bauen, Testen und Evaluieren Credits, und die Nutzung ist nicht in der Microsoft-365-Copilot-Lizenz enthalten.

Quellen & Referenzen

  • Microsoft Learn: Harnesses in Copilot Studio, Unterschiede zwischen GitHub-Copilot-, Standard- und Copilot-Chat-Harness samt Veröffentlichung und Abrechnung, Stand 21.09.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Abrechnungssätze für Copilot Credits mit Fußnoten zur Inklusion für Microsoft-365-Copilot-Lizenzierte, Rechenbeispielen und der Durchsetzung bei 125 Prozent, Stand 03.08.2026, aktualisiert 14.09.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Lizenzierung für Agenten auf dem Standard-Harness, Zugangswege, Testlizenz ohne Veröffentlichung, Verfall nicht genutzter Credits, Stand 03.08.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Nutzungsbasierte Abrechnung für das GitHub-Copilot-Harness, Abrechnung ab dem ersten Bauschritt, Stand 25.09.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Steuerung des Credit-Verbrauchs für Agenten auf dem GitHub-Copilot-Harness, Umstellung von Entwicklungs- und Testumgebungen zum 01.09.2026, Stand 17.09.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Schnellstart für den ersten Agenten auf dem Standard-Harness, Beschreibung bis 1.024 Zeichen, Testen und Veröffentlichen, Stand 22.09.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Testlizenz, Verlängerung um 30 Tage und Vergleich des Teams-Plans mit dem eigenständigen Abonnement, Stand 03.08.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Agent Builder in Microsoft 365 Copilot, bis zu 20 Wissensquellen und Anweisungen bis 8.000 Zeichen, Stand 19.08.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Microsoft 365 Copilot mit Agenten aus Copilot Studio erweitern, Wissensquellen und Veröffentlichung über den Firmenkatalog, Stand 25.08.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft: deutsche Produktseite zu Copilot Studio mit dem Paket zu 173,30 Euro für 25.000 Credits und bis zu 20 Prozent Rabatt im Vorabkauf, abgerufen am 26.09.2026. microsoft.com
  • Microsoft Copilot Blog: Neuerungen in Copilot Studio im August 2026 zum GitHub-Copilot-Harness, zu Skills und Workflows, veröffentlicht am 02.09.2026. microsoft.com
Florian Wessling, CEO, Collective Brain GmbH · Hamburg
CEO, Collective Brain GmbH · Hamburg

Florian Wessling ist CEO der Collective Brain GmbH in Hamburg und bringt seit über 15 Jahren Marken, Content-Strategie und KI-gestütztes Marketing in Mittelstand und Konzerne. Was Collective Brain verkauft, betreibt er zuerst selbst: Sechs eigene KI-Marken dienen als Testfeld, von der automatisierten Content-Pipeline bis zum täglich aktualisierten AI Leaderboard. Er ist eingetragener BAFA-Berater und führt mit Collective Brain eine Google-Partner-Agentur.