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Manus AI im Check: was der autonome Agent für dein Unternehmen erledigt

Manus ist der KI-Agent, der im März 2025 mit einem Demo-Video die Wartelisten sprengte, Ende 2025 für über zwei Milliarden Dollar an Meta ging und seit dem 1. September 2026 wieder unabhängig arbeitet, weil China den Kauf gestoppt hat. Für dich als Unternehmer zählt davon vor allem eins: Taugt das Werkzeug für echte Arbeit in deiner Firma, was kostet eine Aufgabe, und was passiert mit den Daten? Dieser Check sortiert das mit dem Stand vom 25. September 2026 und ordnet Manus gegen die Claude-Agenten ein.

Mann am Leitstand vor einer großen Bildschirmwand mit Anlagenschemata und mehreren Monitoren

Ein Agent arbeitet selbstständig, die Verantwortung für das Ergebnis bleibt beim Menschen am Pult. Foto: Fernando Narvaez auf Pexels

Manus AI im Check, das Wichtigste: Manus arbeitet Aufgaben selbstständig in einer eigenen Cloud-Umgebung ab, mit Browser, Dateien und Code, und liefert am Ende Bericht, Tabelle, Foliensatz oder Website. Abgerechnet wird in Credits: Pro startet bei 20 US-Dollar für 4.000 Credits im Monat, Team bei 20 US-Dollar je Sitz mit gemeinsamem Pool, eine große Aufgabe kostet rechnerisch zwei bis fünf Dollar. SSO, Audit-Logs und den Ausschluss deiner Daten vom Modelltraining gibt es erst im Team-Plan. Nach der geplatzten Meta-Übernahme ist Manus seit 1. September 2026 wieder unabhängig, einen öffentlichen Auftragsverarbeitungsvertrag oder Angaben zum Speicherort findest du auf der Website nicht, beides musst du beim Vertrieb anfordern.

Was Manus eigentlich ist

Die meisten KI-Werkzeuge in deiner Firma antworten auf eine Frage. Manus nimmt einen Auftrag an und arbeitet ihn ab. Du schreibst etwa: „Stell mir die 20 größten Anbieter für Industriewaagen in der DACH-Region zusammen, mit Standort, Preisspanne und Ansprechpartner, und gib mir das als Excel.” Manus zerlegt das in Schritte, öffnet in seiner Cloud-Umgebung einen Browser, liest Websites, schreibt Zwischenergebnisse in Dateien und liefert am Ende die Tabelle. Du kannst dabei zuschauen oder das Fenster schließen, die Aufgabe läuft weiter.

Das Produkt ist inzwischen deutlich breiter als der ursprüngliche Recherche-Agent. Laut der aktuellen Dokumentation gehören dazu geplante Aufgaben, ein Präsentations-Baukasten, ein Website-Builder mit Hosting und eigener Domain, Datenanalyse mit Diagrammen, Bild- und Videoerzeugung, eine Slack-Anbindung, Zapier, MCP-Konnektoren zu eigenen Systemen und eine API. Die Modellreihe heißt aktuell Manus 1.6, mit drei Stufen: Lite für einfache Aufgaben, die Standardstufe und Max für schwere Aufträge.

Zwei Funktionen verdienen einen genaueren Blick, weil sie den Unterschied zu einem Chatbot ausmachen. Wide Research verteilt eine große Aufgabe auf bis zu 20 parallel arbeitende Teil-Agenten, laut Help Center ist jede dieser Teilaufgaben auf 50 Credits gedeckelt. Das passt auf alles, was aus vielen gleichartigen Einzelrecherchen besteht, etwa 20 Wettbewerber, 30 Förderprogramme oder 15 Lieferanten. Der Browser Operator ist eine Browser-Erweiterung, mit der Manus in deinem eigenen, eingeloggten Browser arbeitet statt in der Cloud. Manus wirbt damit, dass der Agent so auch an Abo-Dienste wie Crunchbase oder Semrush kommt, in die du bereits eingeloggt bist. Für Firmen ist das der Punkt, an dem du am genauesten hinschauen solltest, dazu weiter unten mehr.

Was kostet Manus? Pläne und Credits im Überblick

Manus rechnet nach verbrauchten Credits ab, jede Aufgabe zieht je nach Aufwand unterschiedlich viel vom Guthaben. Die Tabelle zeigt die Pläne laut Manus Help Center, Stand 25. September 2026, Preise in US-Dollar. Bei Jahreszahlung gewährt Manus 17 Prozent Rabatt.

PlanPreis im MonatCreditsGleichzeitige AufgabenFür wen
Free0 Dollar300 pro Tag1, dazu 2 geplante AufgabenAusprobieren, im Agentenmodus nur Manus 1.6 Lite
Pro, erste Stufeab 20 Dollarab 4.000 pro Monat20, dazu 20 geplanteEinzelne Power-User, alle drei Modellstufen
Pro, zweite Stufeab 40 Dollar, 7 Tage Testphaseab 8.000 pro Monat20, dazu 20 geplanteWer regelmäßig große Recherchen fährt
Teamab 20 Dollar je Sitzgemeinsamer Poolwie ProFirmen: SSO, Trainings-Opt-out, Nutzungsstatistik, Rechteverwaltung
Enterpriseauf Anfragegemeinsamer Poolauf AnfrageGrößere Organisationen über den Vertrieb

Monatliche Plan-Credits verfallen zum Ende des Abrechnungszeitraums, nachgekaufte Credit-Pakete laut Manus-Dokumentation nicht. Die Rechnung hinter einer Aufgabe ist einfach: Im 20-Dollar-Plan kostet ein Credit rechnerisch einen halben US-Cent. Einen Festpreis je Aufgabe nennt Manus nicht, das Dashboard zeigt laut Dokumentation vor dem Start eine Schätzung. Unabhängige Tests berichten für eine vollständige Recherche oder einen Website-Bau von 500 bis über 900 Credits, also etwa 2,50 bis 4,50 Dollar. Ein voll ausgereizter Wide-Research-Lauf mit 20 Teilaufgaben landet bei höchstens 1.000 Credits, fünf Dollar.

Was das konkret bedeutet: Mit 4.000 Credits im Monat schaffst du vier bis acht große Aufgaben, nicht mehr. Wer Manus täglich für echte Recherchen nutzt, landet eher im 40-Dollar-Plan oder kauft Pakete nach. Rechne deshalb nicht mit dem Einstiegspreis, sondern mit dem Verbrauch deiner ersten beiden Wochen.

Drei Aufgaben aus dem Mittelstand, durchgerechnet

Zur Methode, damit du die Zahlen richtig liest: Die folgenden drei Aufgaben sind so gewählt, wie sie in einem Betrieb mit 50 bis 250 Leuten tatsächlich anfallen. Die Credit-Werte sind Planungswerte aus den von Manus veröffentlichten Obergrenzen und den Spannen unabhängiger Tests, keine eigene Messung in einem Manus-Konto. Bevor du ein Budget freigibst, lässt du genau diese Aufgaben im Free-Plan oder in der Testphase laufen und liest die tatsächlichen Werte im Nutzungsverlauf ab.

Aufgabe 1: Wettbewerbs- oder Lieferantenliste

Der Auftrag: 20 Anbieter einer Produktgruppe in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit Website, Standort, Größe, erkennbarer Preisspanne und Zertifizierungen, als Tabelle. Das ist der Paradefall für Wide Research, weil jeder Anbieter eine eigene, gleich gebaute Teilaufgabe ist. Budget: bis 1.000 Credits, also höchstens fünf Dollar im Pro-Plan. Die Handarbeit, die bleibt, ist die Prüfung. Jede Zeile hat eine Quelle, und die stichprobenweise Kontrolle von fünf Zeilen gehört zum Auftrag dazu, bevor die Liste in eine Einkaufsentscheidung wandert.

Aufgabe 2: Foliensatz für ein Kundengespräch

Der Auftrag: aus drei öffentlichen Geschäftsberichten eines Zielkunden einen Foliensatz mit Lage, Herausforderungen und Gesprächsaufhänger bauen. Manus recherchiert, schreibt, gestaltet und liefert Sprechernotizen mit. Budget: grob 300 bis 1.000 Credits, je nachdem, wie oft du nachsteuerst. Der Haken ist derselbe wie bei allen Präsentations-Agenten: Das Deck kommt im Manus-Design, nicht in deiner Firmenvorlage. Wie du das Nacharbeiten kleinhältst, steht in unserem Leitfaden Präsentation mit KI erstellen.

Aufgabe 3: Wöchentlicher Ausschreibungs-Radar

Der Auftrag: jeden Montag um sieben Uhr öffentliche Ausschreibungsportale nach Stichworten aus deinem Leistungsspektrum durchsuchen und eine Kurzliste mit Frist und Volumen schicken. Das läuft als geplante Aufgabe, im Pro-Plan sind bis zu 20 davon möglich. Budget: einige hundert Credits pro Lauf, bei vier Läufen im Monat also ein spürbarer Teil der 4.000. Genau hier lohnt der Blick auf den Verbrauch nach dem ersten Monat, denn ein Radar, der jede Woche dieselben Portale neu liest, kostet jede Woche wieder.

„Credits are consumed based on the complexity and resources required for each task.”

— Manus-Dokumentation, Plans and Pricing, abgerufen am 25.09.2026

Was alle drei Aufgaben gemeinsam haben: Sie brauchen keinen Zugriff auf dein ERP, dein CRM oder deine Laufwerke. Manus arbeitet mit öffentlichen Quellen und liefert ein Ergebnis ab, das ein Mensch prüft. In diesem Rahmen ist das Werkzeug stark, außerhalb davon steigen Aufwand und Risiko deutlich.

Die Meta-Episode: was sie für deine Daten heißt

Die Firmengeschichte von Manus ist für Beschaffung und Datenschutz relevanter als für die Technik. Meta kündigte am 29. Dezember 2025 an, Manus für mehr als zwei Milliarden Dollar zu übernehmen. Chinas Handelsministerium leitete im Januar 2026 eine Prüfung ein, im April ordnete die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission an, den Kauf rückabzuwickeln. Am 11. August 2026 kündigte Manus an, wieder unabhängig zu arbeiten, am 1. September meldete das Unternehmen im eigenen Blog den Vollzug. Das Gründerteam führt weiter, Sitz ist Singapur.

Die Trennung hatte einen konkreten Datenaspekt. In der Mitteilung an die Nutzer vom 11. August schreibt Manus, dass Daten bestimmter Nutzer, die ab dem 29. Dezember 2025 entstanden sind, zwischen dem 23. und 24. August 2026 gelöscht werden, um regulatorische Anforderungen „in specific jurisdictions” zu erfüllen. Betroffene konnten vorher sichern und ab dem 25. August wiederherstellen, laut Manus gibt es dafür keine Frist. Welche Konten betroffen waren und bei welcher Gesellschaft welche Daten heute liegen, beschreibt Manus öffentlich nicht im Detail.

Was du daraus für die Beschaffung mitnimmst: Ein Anbieter, dessen Eigentümerstruktur innerhalb von neun Monaten zweimal gewechselt hat, gehört nicht ohne Vertrag in deine Firmendaten. Frag vor dem ersten Team-Sitz schriftlich nach dem Vertragspartner, dem Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO, den Verarbeitungsregionen und der Liste der Unterauftragsverarbeiter.

Datenschutz und Sicherheit: was belegt ist und was fehlt

Auf der Sicherheitsseite nennt Manus Nachweise für SOC 2 Typ 1 und Typ 2, ISO 27001:2022 und ISO 27701:2019, jeweils mit abrufbarem Bestätigungsschreiben oder Zertifikat. Auf der Team-Seite steht zusätzlich, dass Modellanbieter die Daten von Team- und Enterprise-Kunden laut Vertrag nicht zum Training nutzen dürfen, dazu kommen SSO, Audit-Logs, Nutzungsstatistik und feine Freigaberechte.

Der Umkehrschluss ist wichtig: Das Abschalten des Trainings führt das Help Center als Team-Funktion auf. Wer in der Firma mit privaten Free- oder Pro-Konten arbeitet, arbeitet ohne diese Zusage und ohne zentrale Verwaltung. Das ist dieselbe Schattennutzung, die wir bei ChatGPT-Privatkonten seit zwei Jahren sehen.

Was auf der öffentlichen Website fehlt, sind ein herunterladbarer Auftragsverarbeitungsvertrag, eine Angabe, wo Daten gespeichert und verarbeitet werden, und eine Liste der Unterauftragsverarbeiter. Das muss kein schlechtes Zeichen sein, viele Anbieter geben das erst im Vertriebsprozess heraus. Für eine DSGVO-Bewertung brauchst du es trotzdem schriftlich, bevor personenbezogene Daten fließen.

Beim Browser Operator kommt eine zweite Ebene dazu. Manus arbeitet dann mit deinen echten Sitzungen, Cookies und Logins, und die Dokumentation wirbt ausdrücklich damit, dass die Aktivität für Websites „legitimate” aussieht und Anmeldehürden umgeht. Jede Autorisierung gilt laut Dokumentation einmalig pro Aufgabe, und du kannst in einem eigenen Tab zuschauen und abbrechen. Trotzdem gilt für jeden Browser-Agenten, egal von welchem Anbieter: nicht im Profil, in dem Online-Banking, Personalsoftware oder Admin-Konsolen eingeloggt sind. Die Risiken von manipulierten Webseiten, die dem Agenten versteckte Anweisungen unterschieben, haben wir am Beispiel von Claude in Chrome ausführlich beschrieben, sie gelten hier genauso.

Manus gegen Claude Agenten: wer macht was besser

Die naheliegende Vergleichsfrage in unseren Workshops lautet: Brauche ich Manus, wenn ich schon Claude habe? Die Antwort hängt daran, wo die Arbeit stattfinden soll.

FrageManusClaude (Cowork, Claude in Chrome)
Wo arbeitet der Agent?In einer eigenen Cloud-Umgebung, optional im eigenen BrowserAuf deinem Rechner mit deinen Dateien (Cowork) und in deinem Chrome
Stärkstes EinsatzfeldAbgeschlossene Recherche- und Bauaufträge, parallelisiert über Wide ResearchArbeit mit eigenen Dokumenten, Tabellen und Firmenwerkzeugen
AbrechnungCredits, Verbrauch je Aufgabe schwanktFester Preis je Sitz mit Nutzungslimits
Team-Einstiegab 20 Dollar je Sitz, 17 Prozent Rabatt jährlichTeam-Standard-Sitz 20 Dollar jährlich, 25 Dollar monatlich
Ergebnis veröffentlichenWebsite-Builder mit Hosting und eigener Domain eingebautKein eigenes Hosting, Ergebnis landet als Datei bei dir
Anbieter-StabilitätSeit 1. September 2026 wieder unabhängig, Eigentümerstruktur öffentlich wenig beschriebenAnthropic, Vertragswerk und Auftragsverarbeitung für Team und Enterprise etabliert

Für die meisten Betriebe, mit denen wir arbeiten, ergibt sich daraus eine Arbeitsteilung. Die täglichen Agenten-Aufgaben, die an eigenen Dateien und Systemen hängen, laufen über den Anbieter, mit dem ohnehin ein Vertrag besteht. Wie das bei Claude konkret aussieht, zeigen wir an sieben Aufgaben, die Claude Agenten heute schon autonom erledigen, und im Überblick auf unserer Claude-Seite. Manus ist ein Kandidat für die zweite Reihe: große, parallelisierbare Recherchen mit öffentlichen Quellen, bei denen die Wide-Research-Architektur ihren Vorteil ausspielt, und schnelle Prototypen von Landingpages.

Ein Argument spricht zusätzlich für einen breiten Blick. Im August hat OpenAI seinen ChatGPT Agent ohne Vorlauf abgeschaltet. Agenten-Produkte ändern sich schneller als klassische Software, und wer seine Abläufe so baut, dass Auftrag, Quellen und Prüfschritt dokumentiert sind, kann das Werkzeug darunter wechseln, ohne von vorn anzufangen.

So startest du einen Test, der dir eine Entscheidung liefert

Ein sinnvoller Pilot dauert zwei Wochen und kostet weniger als ein Mittagessen fürs Team. Leg einen Verantwortlichen fest, idealerweise jemanden aus Vertrieb oder Einkauf, der die Ergebnisse fachlich beurteilen kann. Nimm die drei Aufgaben von oben oder drei eigene, die heute jemanden in deinem Haus jeweils mehr als zwei Stunden kosten. Starte mit der Testphase oder einem einzelnen Pro-Konto, ausschließlich mit öffentlichen Informationen, keine Kundendaten, keine internen Dokumente.

Halte für jede Aufgabe vier Zahlen fest: Credits laut Nutzungsverlauf, Minuten bis zum Ergebnis, Minuten für die Prüfung und Anzahl der Fehler, die du in einer Stichprobe von fünf Punkten findest. Nach zwei Wochen weißt du, ob Manus für deine Aufgaben billiger ist als die Arbeitszeit, die es ersetzt. Erst dann lohnt das Gespräch mit dem Vertrieb über Team-Plan, Auftragsverarbeitung und Speicherort. Wie du solche Piloten in eine übergreifende Automatisierungsstrategie einbettest, beschreiben wir auf der Seite KI-Automatisierung, und welche Erwartungen an KI-Agenten realistisch sind, im Realitätscheck zu KI-Agenten im Mittelstand.

Das Wichtigste in zwei Sätzen: Manus ist stark bei abgeschlossenen, parallelisierbaren Recherche- und Bauaufträgen mit öffentlichen Quellen und kostet dafür zwei bis fünf Dollar je großer Aufgabe. Für Firmendaten kommt nur der Team-Plan mit Trainings-Opt-out in Frage, und nach der rückabgewickelten Meta-Übernahme gehört ein schriftlicher Auftragsverarbeitungsvertrag mit Angabe des Speicherorts vor den ersten produktiven Einsatz.

Was du diese Woche damit machst

Such dir die eine Recherche aus, die in deinem Haus im letzten Quartal am längsten gedauert hat, etwa eine Lieferanten- oder Wettbewerbsliste. Lass sie im kostenlosen Plan oder in der Pro-Testphase von Manus mit öffentlichen Quellen neu bauen und notier Credits, Laufzeit und die Fehler in fünf zufällig geprüften Zeilen. Wenn du den Test gleich gegen Claude Cowork laufen lassen und daraus einen Standard für dein Team machen willst, sprich uns an, wir setzen den Vergleich in einem halben Tag mit euch auf.

Häufige Fragen

Was ist Manus AI?

Manus ist ein KI-Agent des gleichnamigen Unternehmens mit Sitz in Singapur. Du beschreibst eine Aufgabe, und Manus arbeitet sie in einer eigenen Cloud-Umgebung mit Browser, Dateisystem und Code-Ausführung ab: Recherche, Tabellen, Präsentationen, Websites, Datenanalysen. Die Aufgabe läuft auch weiter, wenn du den Laptop zuklappst. Abgerechnet wird über Credits, die je nach Aufwand der Aufgabe verbraucht werden. Aktuelle Version ist Manus 1.6 mit den Stufen Lite, Standard und Max.

Was kostet Manus AI?

Stand 25. September 2026 laut Manus Help Center: Free kostet nichts und bringt 300 Credits täglich, eine gleichzeitige Aufgabe und im Agentenmodus nur Manus 1.6 Lite. Pro startet bei 20 US-Dollar im Monat mit 4.000 Credits, die nächste Stufe bei 40 US-Dollar mit 8.000 Credits. Team startet bei 20 US-Dollar je Sitz und Monat mit gemeinsamem Credit-Pool, SSO und Trainings-Opt-out. Bei Jahreszahlung gibt es 17 Prozent Rabatt. Zusätzliche Credit-Pakete verfallen laut Manus-Dokumentation nicht.

Wie viele Credits verbraucht eine Aufgabe in Manus?

Einen festen Preis je Aufgabe veröffentlicht Manus nicht, der Verbrauch hängt von der Komplexität ab. Belegt ist eine Obergrenze: Bei Wide Research ist jede Teilaufgabe auf 50 Credits gedeckelt, bei bis zu 20 parallelen Teilaufgaben also höchstens 1.000 Credits. Unabhängige Tests berichten für vollständige Recherche- oder Bauaufgaben von 500 bis über 900 Credits. Im 20-Dollar-Plan entspricht ein Credit rechnerisch einem halben US-Cent, eine große Aufgabe kostet damit grob 2,50 bis 5 US-Dollar.

Ist Manus nach der Meta-Übernahme noch sicher nutzbar?

Meta hatte Manus Ende Dezember 2025 für mehr als 2 Milliarden US-Dollar übernommen. China ordnete im April 2026 an, den Kauf rückabzuwickeln, seit dem 1. September 2026 arbeitet Manus laut eigenem Blog wieder unabhängig unter dem Gründerteam. Im Zuge der Trennung wurden Daten bestimmter Nutzer, die ab dem 29. Dezember 2025 entstanden waren, am 23. und 24. August 2026 gelöscht, Betroffene konnten vorher sichern. Für die Nutzung heißt das: Prüfe, wer heute dein Vertragspartner ist, und lass dir den Auftragsverarbeitungsvertrag schriftlich geben.

Manus oder Claude: was passt besser für ein mittelständisches Unternehmen?

Manus passt, wenn du abgeschlossene Aufgaben in der Cloud abgeben willst, die ohne deine Firmensysteme auskommen: Marktrecherche, Wettbewerbslisten, ein erster Foliensatz, eine Landingpage. Claude passt besser, wenn der Agent mit deinen eigenen Dateien und Werkzeugen arbeiten soll, etwa über Claude Cowork auf dem Rechner oder Claude in Chrome im Browser, und wenn du feste Kosten je Sitz statt eines Credit-Verbrauchs willst. Preislich liegen beide nah beieinander: Manus Team startet bei 20 US-Dollar je Sitz und Monat, bei Jahreszahlung 17 Prozent darunter, der Standard-Sitz im Claude-Team-Plan kostet 20 US-Dollar bei Jahreszahlung.

Quellen & Referenzen

  • Manus Help Center: aktuelle Pläne, Credits, gleichzeitige Aufgaben und Team-Funktionen. help.manus.im
  • Manus-Dokumentation: Credit-System, Nachkauf-Pakete und Verfall. manus.im
  • Manus Help Center: Wide Research mit 50-Credit-Deckel je Teilaufgabe. help.manus.im
  • Manus: Team-Plan mit SSO, Audit-Logs und Trainings-Ausschluss. manus.im
  • Manus: Sicherheitsseite mit SOC-2- und ISO-Nachweisen. manus.im
  • Manus-Dokumentation: Browser Operator im eigenen Browser. manus.im
  • Manus Blog: Mitteilung zu Datenlöschung und Sicherung vom 11. August 2026. manus.im
  • Manus Blog: Wiederaufnahme des unabhängigen Betriebs am 1. September 2026. manus.im
  • CNBC: Chinas Prüfung der Meta-Übernahme von Manus im Januar 2026. cnbc.com
Learoy Eichholz, Lead KI-Automation & Digitale Businessentwicklung, Collective Brain
Lead KI-Automation & Digitale Businessentwicklung, Collective Brain GmbH · Hamburg

Learoy Eichholz verantwortet bei Collective Brain die KI-Automation und die digitale Businessentwicklung. In 15 Jahren E-Commerce hat er Online-Geschäfte von innen kennengelernt, vom Shopsystem über Logistik und Daten bis zur Conversion. Diese Praxis bringt er heute in KI-gestützte Automatisierung ein: Er verzahnt Tools, Daten und Abläufe so, dass Mittelständler manuelle Arbeit abbauen und schneller wachsen. Sein Anspruch ist Automatisierung mit messbarem Geschäftseffekt statt Technik um der Technik willen.