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Präsentation mit KI erstellen: der Weg vom Prompt zum Deck in deiner Firmenvorlage

Eine Präsentation mit KI zu erstellen dauert heute ein paar Minuten, bis die erste Fassung auf dem Bildschirm steht. Die Stunde danach entscheidet, ob sich das gelohnt hat: Logo an die richtige Stelle, Schrift auf Hausschrift, Zahlen gegen die Quelle prüfen. Dieser Leitfaden sortiert die vier gängigen Wege danach, wie viel von dieser Stunde sie dir abnehmen, und rechnet die Kosten je Kopf mit dem Stand vom 24. September 2026 durch.

Frau und Mann präsentieren Diagramme auf einem Wandbildschirm vor Kollegen im Besprechungsraum

Im Termin zählt die Folie in der Firmenvorlage, mit Zahlen, die jemand im Raum verteidigen kann. Foto: Kampus Production auf Pexels

Präsentation mit KI erstellen, das Wichtigste: Such das Werkzeug danach aus, wo deine Firmenvorlage liegt, denn die Nacharbeit an Layout und Zahlen kostet mehr Zeit als die Generierung. In PowerPoint arbeiten Copilot (Copilot Business 18,20 Euro je Nutzer und Monat, bis 31. Dezember 2026 im ersten Jahr 15,60 Euro) und das Add-in Claude for PowerPoint (in jedem bezahlten Claude-Plan) direkt in der geöffneten Vorlage. Gemini in Google Slides steckt ab Workspace Business Standard für 13,60 Euro im Abo, erzeugt ganze Decks laut Google-Hilfe aber derzeit nur auf Englisch. Gamma liefert am schnellsten ein teilbares Web-Deck, verliert beim Export nach PowerPoint aber Layout. Der Ablauf ist bei allen gleich: erst Briefing, dann Gliederung, dann Folien, zum Schluss jede Zahl gegen ihre Quelle.

Die erste Fassung ist billig, die Vorlage ist teuer

Jedes der großen Werkzeuge erzeugt 2026 aus einem Absatz Text einen Foliensatz, der auf den ersten Blick ordentlich aussieht. Deshalb bringt ein Vergleich der ersten Fassung wenig. Die Unterschiede zeigen sich eine Stufe später, wenn das Deck in den Kundentermin soll: in deiner Hausschrift, mit deinem Logo auf dem Folienmaster, mit Zahlen, die dein Vertriebsleiter auch auf Nachfrage verteidigen kann.

Für diese zweite Stufe gibt es eine einfache Regel. Je näher die KI an der Datei arbeitet, in der deine Vorlage steckt, desto weniger musst du von Hand nachziehen. Ein Werkzeug, das außerhalb von PowerPoint baut und am Ende eine PPTX exportiert, muss seine eigene Gestaltung in dein Format übersetzen, und bei dieser Übersetzung geht etwas verloren. Gamma schreibt das in der eigenen Hilfe offen hin, die Details stehen in unserem Test zur Gamma App im Unternehmen.

Daraus ergibt sich die erste Weichenstellung, noch bevor du über Modelle oder Preise nachdenkst: Wo liegt die Vorlage, und wo soll das fertige Deck am Ende leben?

Vier Wege im Überblick, mit Kosten je Kopf

Die Tabelle zeigt die Wege, die im Mittelstand tatsächlich zur Wahl stehen. Alle Preise sind Listenpreise zum Stichtag 24. September 2026 und verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Wo die KI in einer Lizenz steckt, die du ohnehin bezahlst, ist der Zusatzpreis für Präsentationen null.

WegWo die KI arbeitetZusatzkosten je Kopf und MonatStärkeHaken
Copilot in PowerPointIn der geöffneten PowerPoint-DateiCopilot Business 18,20 Euro, bis 31.12.2026 im ersten Jahr 15,60 Euro (Jahresabo), plus Microsoft-365-GrundlizenzBrand Kits mit der Firmenvorlage, Daten bleiben im Microsoft-TenantIm Agentenmodus fehlt laut Microsoft noch das Einbinden von Dateien, es ist als „coming soon” angekündigt
Claude for PowerPointAls Add-in in PowerPoint (Web, Windows, Mac)In jedem bezahlten Claude-Plan, Pro 17 US-Dollar (Jahreszahlung), Team-Standard-Sitz 20 US-DollarLiest Folienmaster, Layouts, Schriften und Farben, baut native, editierbare DiagrammeAktivität erscheint nicht in den Enterprise-Audit-Logs, läuft nicht auf PowerPoint 2016/2019
Gemini in Google SlidesIn Google SlidesAb Workspace Business Standard enthalten, 13,60 Euro für die ganze SuiteNutzt Docs, Sheets und PDFs aus Drive als Quelle, übernimmt den Stil eines bestehenden DecksGanze Decks laut Google-Hilfe derzeit nur am Desktop und nur auf Englisch
GammaEigene Web-OberflächeBusiness 40 US-Dollar je Mitglied (Jahreszahlung)Teilbares Web-Deck mit Analytics und eigener DomainPPTX-Export zeigt den Präsentationsmodus, Layout-Abweichungen laut Gamma zu erwarten

Zwei weitere Kandidaten gehören der Vollständigkeit halber dazu. ChatGPT gibt es inzwischen ebenfalls als Add-in für PowerPoint; OpenAI schreibt in der eigenen Hilfe dazu, dass es innerhalb bestehender Vorlagen arbeiten soll, erzeugte Folien aber nicht immer perfekt zum gewünschten Stil passen. Und Claude selbst hat seit dem 16. September 2026 mit Claude Slides eine Präsentationsfunktion direkt im Chat, in der Beta und zuerst für Pro und Max. Slides baut im Gespräch, präsentiert aus Claude heraus und exportiert als PowerPoint oder PDF. Für die Arbeit in einer bestehenden Firmenvorlage ist das Add-in der passendere Claude-Weg, weil es in der Datei selbst sitzt.

Was die Tabelle für dein Budget heißt: Wenn deine Leute schon Microsoft 365 mit Copilot oder einen bezahlten Claude-Plan haben, kostet der Einstieg in KI-Präsentationen kein Geld, nur einen Nachmittag Einrichtung. Ein zusätzliches Abo lohnt sich erst, wenn das Ergebnis etwas anderes sein soll als eine Datei, etwa ein Web-Deck mit Leseranalyse.

Weg 1: Copilot, wenn deine Welt Microsoft 365 heißt

Microsoft hat den Präsentationsweg in PowerPoint 2026 umgebaut. Der aktuelle Ablauf laut Microsoft-Hilfe: neue Präsentation öffnen, Copilot unten rechts starten, über „Add Content” den Agentenmodus wählen, das Deck beschreiben. Copilot stellt dann Rückfragen zu Zielgruppe, Stil und Bildern, legt eine Gliederung vor und baut die Folien erst, wenn du die Gliederung freigibst. Diese Reihenfolge ist gut, weil du die Geschichte korrigierst, bevor Folien entstehen.

Für Firmen zählt der Vorlagen-Teil. Microsoft schreibt, dass der Start mit einer Vorlage Copilot signalisiert, Thema und Design beizubehalten. Dauerhaft geht das über ein Brand Kit: In der Copilot-App legst du es unter Create an, lädst die Firmenvorlage als .potx oder .pptx hoch oder übernimmst sie aus der Organisations-Ressourcenbibliothek, und in PowerPoint wählst du das Kit danach im Copilot-Fenster aus. Ein Detail aus der Microsoft-Hilfe spart viel Frust: Copilot orientiert sich zuerst an den Beispielfolien in deiner Vorlage und erst danach an deren Layouts. Eine Vorlage mit fünf guten Musterfolien bringt also mehr als eine mit dreißig leeren Layouts. Hier zahlt sich eine Stunde Pflegearbeit am meisten aus, denn ein sauberes Brand Kit wirkt bei jedem Deck jedes Mitarbeiters.

Zwei Einschränkungen stehen in der Microsoft-Dokumentation, und beide betreffen den Alltag. Erstens ist das Einbinden von Referenzdateien im Agentenmodus als „coming soon” markiert; den älteren Weg, eine Präsentation aus einer Datei zu bauen, gibt es parallel für Konten mit Copilot-Arbeitslizenz. Zweitens unterstützt die Erzeugung aus einem Prompt immer nur eine Ausgabesprache. Wer ein zweisprachiges Deck braucht, baut zwei Durchläufe.

Bei den Kosten lohnt ein zweiter Blick. Copilot Business steht auf der deutschen Microsoft-Preisseite regulär bei 18,20 Euro je Nutzer und Monat mit Jahresabrechnung, als Aktion bei 15,60 Euro. Microsoft hat das Aktionsfenster verlängert: Es gilt jetzt vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026, mit Jahresabo und nur für das erste Jahr, monatlich zahlbar kostet die Lizenz 21,84 Euro. Dazu kommt immer die berechtigende Microsoft-365-Grundlizenz. Die ganze Rechnung mit allen Bündeln steht in unserem Artikel zu den Kosten von Microsoft Copilot.

Weg 2: Claude for PowerPoint, wenn die Vorlage streng ist

Das Add-in Claude for PowerPoint ist laut Anthropic allgemein verfügbar für Pro, Max, Team und Enterprise und läuft in PowerPoint im Web, unter Windows mit Microsoft-365-Abo und auf dem Mac. Die Dokumentation beschreibt genau das Verhalten, das Firmen mit strengen Vorlagen suchen: Claude liest den Folienmaster, die Layouts, Schriften und das Farbschema der geöffneten Datei und nutzt sie beim Erzeugen und Bearbeiten. Aus Stichpunkten werden native PowerPoint-Diagramme und Ablaufgrafiken, die du danach weiterbearbeiten kannst, und einzelne Folien lassen sich gezielt ändern, ohne dass das ganze Deck neu entsteht.

Start with your template already applied before asking Claude to generate content.

Anthropic, Dokumentation „Use Claude for PowerPoint”, Abschnitt Best practices, abgerufen am 24. September 2026

Der Satz aus den Best Practices gilt für alle Werkzeuge in diesem Artikel, bei Claude steht er schwarz auf weiß. Für wiederkehrende Regeln gibt es im Add-in ein Feld für dauerhafte Anweisungen, etwa „Aufzählungen immer einzeilig” oder „Hervorhebungen in der Akzentfarbe”. Diese Anweisungen gelten nur in PowerPoint und getrennt von Excel und Word. Deine Markenregeln trägst du dort einmal ein, nicht in jeden Prompt.

Zwei Punkte aus der Dokumentation gehören in die Freigabe durch die IT. Die Aktivität im Add-in taucht nicht in den Enterprise-Audit-Logs auf; Ein- und Ausgaben werden im Backend innerhalb von 30 Tagen gelöscht, der Chatverlauf liegt lokal im Browser. Und Anthropic warnt ausdrücklich vor Prompt-Injection über fremde Dateien: Heruntergeladene Vorlagen oder Lieferantendateien können versteckte Anweisungen enthalten. Das Add-in fragt vor riskanten Aktionen nach, und diese Rückfragen solltest du lesen statt wegklicken. Wie sich Claude und Copilot im Firmeneinsatz insgesamt unterscheiden, steht in unserem Vergleich Claude gegen Microsoft Copilot.

Weg 3: Gemini in Google Slides, mit Sprachvorbehalt

Google hat am 23. Juli 2026 die Erzeugung ganzer Präsentationen in Google Slides gestartet. Du beschreibst das Deck in der Seitenleiste, gibst Docs, Sheets, PDFs oder frühere Decks aus Drive als Quelle mit und wählst bei Bedarf eine bestehende Präsentation, deren Stil Gemini übernehmen soll. Gemini legt eine Gliederung vor, nach deiner Freigabe entsteht ein bearbeitbares Deck. Enthalten ist das in Workspace Business Standard und Plus, Enterprise Standard und Plus sowie in den Abos Google AI Pro und Ultra. Business Starter fehlt in der Liste.

Für deutsche Firmen steht der entscheidende Satz in der Google-Hilfe: Die Funktion ist derzeit am Desktop und nur auf Englisch verfügbar. Das Einzelfolien-Werkzeug „Help me create a slide” läuft davon getrennt. Wer in Workspace arbeitet und deutsche Kundendecks braucht, hat damit zwei Optionen: Entwurf auf Englisch erzeugen und danach übersetzen lassen, oder die Erstfassung woanders bauen und in Slides nur noch nachbearbeiten. Prüf den Stand in deinem eigenen Konto, Google schaltet Sprachen schrittweise frei.

Preislich ist Gemini der günstigste Weg, sofern du Workspace ohnehin nutzt: Business Standard kostet 13,60 Euro je Nutzer und Monat bei Jahresabrechnung, Business Plus 21,10 Euro, die KI ist enthalten. Wie Gemini sich im Büroalltag gegen ChatGPT schlägt, haben wir im Praxisvergleich ChatGPT gegen Gemini aufgeschrieben.

Gamma baut Karten, die sich wie eine kleine Website verhalten, und gibt dir einen Link statt einer Datei. Für Angebote, die der Kunde nach dem Termin noch einmal durchklickt, ist das stark, zumal die bezahlten Pläne zeigen, wer wie lange auf welcher Karte war. Sobald die Präsentation als PPTX in deiner Vorlage landen muss, kostet der Weg Zeit: Gamma exportiert den Präsentationsmodus und nennt Layout-Abweichungen selbst erwartbar. Auf den Einzelplänen dürfen Inhalte außerdem standardmäßig zum Training genutzt werden, gesperrt ist das erst im Business-Arbeitsbereich für 40 US-Dollar je Mitglied und Monat.

Der Ablauf, der in jedem Werkzeug funktioniert

Die Werkzeuge unterscheiden sich in Details, der sinnvolle Ablauf ist überall derselbe. Er besteht aus fünf Schritten, und wer einen davon überspringt, zahlt die Zeit später doppelt.

1. Das Briefing schreibst du ohne Folien im Kopf. Bevor die KI irgendetwas baut, klärst du drei Dinge in Textform: wer im Raum sitzt, welche Entscheidung das Deck auslösen soll und aus welchen Dokumenten die Zahlen kommen. Ein Briefing in diesem Stil reicht:

Zielgruppe: Geschäftsführung eines Maschinenbauers, 120 Mitarbeitende, technikaffin, wenig Zeit.
Ziel: Freigabe für ein Pilotprojekt Angebotsautomatisierung, Budget 18.000 Euro.
Umfang: 8 Folien, eine Kernaussage pro Folie, Zahlen nur aus der angehängten Kalkulation.
Ton: sachlich, keine Superlative, deutsche Sprache.
Vorlage: die geöffnete Datei, keine eigenen Farben oder Schriften.

2. Die Gliederung gibst du frei, bevor Folien entstehen. Copilot und Gemini legen von sich aus eine Gliederung vor, bei Claude und Gamma bittest du ausdrücklich darum. Hier korrigierst du die Reihenfolge der Argumente. Eine Folie umzubauen kostet ein Vielfaches dessen, was eine geänderte Zeile in der Gliederung kostet.

3. Die Vorlage ist geöffnet, bevor der erste Prompt kommt. In PowerPoint heißt das: Firmenvorlage öffnen oder Brand Kit wählen, dann Copilot oder das Add-in starten. In Slides: bestehendes Firmendeck als Stilvorlage auswählen.

4. Jede Zahl bekommt ihre Quelle zurück. Alle Anbieter schreiben in ihre Hilfeseiten, dass Ausgaben unvollständig oder falsch sein können. Geh das fertige Deck einmal durch und gleiche jede Zahl mit dem Quelldokument ab. In einem Angebotsdeck ist eine erfundene Prozentzahl teurer als jede Lizenz.

5. Die Nacharbeit zählst du mit. Notier beim ersten echten Deck, wie viele Folien du von Hand anfassen musstest, bis sie präsentierbar waren. Diese Zahl ist die einzige belastbare Vergleichsgröße zwischen zwei Werkzeugen. Die Geschwindigkeit der ersten Fassung sagt darüber fast nichts.

Zur Methode dieses Artikels: Die Angaben zu Funktionen, Lizenzen und Preisen stammen aus den Hilfe- und Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 24. September 2026. Einen eigenen Zeitvergleich mit demselben Pitch in allen Werkzeugen enthält der Artikel nicht, weil die Nacharbeit stark von deiner Vorlage abhängt. Genau deshalb steht Schritt 5 im Ablauf: Miss sie mit deinem eigenen Deck.

Welcher Weg zu welcher Firma passt

Die Entscheidung lässt sich in wenigen Sätzen treffen. Arbeitet dein Team in Microsoft 365 und hat die IT Brand Kits gepflegt, ist Copilot der Weg mit der geringsten Reibung, weil Daten, Vorlage und Lizenz im selben Tenant liegen. Ist die Vorlage streng, mit vielen Layouts auf dem Folienmaster, und nutzt dein Team ohnehin Claude, teste das Add-in, denn es ist ausdrücklich darauf gebaut, den Master zu lesen. Arbeitet die Firma in Google Workspace, ist Gemini in Slides der günstigste Weg, sobald die Funktion Deutsch kann; bis dahin eignet sie sich für englische Decks und für Entwürfe. Gamma ist die Wahl, wenn der Link das Produkt ist.

Eine Kombination ist legitim und in vielen Firmen die Realität: Die Recherche und die Gliederung entstehen im Assistenten, mit dem das Team ohnehin arbeitet, die Folien in der Vorlage über das Werkzeug, das dort sitzt. Wie du solche Abläufe so aufsetzt, dass sie nicht an einer Person hängen, beschreiben wir unter KI-Automatisierung. Den Hintergrund zu Anthropics erstem Design-Werkzeug für Pitchdecks findest du im Artikel zu Claude Design, den Überblick über alle Claude-Themen im Claude-Hub.

Das Wichtigste in zwei Sätzen: Wähl das KI-Werkzeug für Präsentationen danach aus, wo deine Firmenvorlage liegt, denn die Nacharbeit an Layout und Zahlen kostet mehr Zeit als die Generierung. Für Microsoft-Firmen sind Copilot und das Claude-Add-in die kürzesten Wege, Gemini in Slides ist der günstigste für Workspace-Firmen, erzeugt ganze Decks aber derzeit nur auf Englisch.

Was du diese Woche damit machst

Nimm das letzte Angebotsdeck, das dein Vertrieb gebaut hat, und schreib dafür das Briefing aus Schritt 1, fünf Zeilen, nicht mehr. Lass mit genau diesem Briefing in dem Werkzeug, für das du bereits eine Lizenz hast, eine neue Fassung in der geöffneten Firmenvorlage bauen, und zähl danach die Folien, die du anfassen musst. Liegt die Zahl unter einem Drittel des Decks, rollst du den Ablauf ins Team aus; liegt sie darüber, investierst du erst in die Vorlage oder das Brand Kit. Wenn du das mit deinem Team in einem halben Tag durchspielen willst, sprich uns an, wir bauen den Ablauf mit euch an einem echten Deck auf.

Häufige Fragen

Mit welcher KI erstelle ich am schnellsten eine Präsentation im Unternehmen?

Mit der KI, die dort sitzt, wo deine Firmenvorlage liegt. Arbeitet dein Team in PowerPoint, sind Copilot in PowerPoint und das Add-in Claude for PowerPoint die kürzesten Wege, weil beide direkt in der geöffneten Vorlage arbeiten. Liegt alles in Google Workspace, ist Gemini in Google Slides der naheliegende Kandidat, allerdings erzeugt es ganze Präsentationen laut Google-Hilfe derzeit nur auf Englisch. Gamma ist schnell, wenn das Ergebnis ein Link sein darf. Der Zeitfresser ist in allen Fällen die Nacharbeit, also das Einpassen in Vorlage und Zahlen, und genau die sparst du dir, wenn die KI von Anfang an in der Vorlage arbeitet.

Was kostet es, Präsentationen mit KI zu erstellen?

Stand 24. September 2026: Microsoft 365 Copilot Business kostet 18,20 Euro je Nutzer und Monat bei Jahresabrechnung, im Aktionszeitraum bis 31. Dezember 2026 für das erste Jahr 15,60 Euro, jeweils zusätzlich zur Microsoft-365-Grundlizenz. Claude for PowerPoint steckt in jedem bezahlten Claude-Plan, Claude Pro liegt bei 17 US-Dollar im Monat bei Jahreszahlung, der Standard-Sitz im Team-Plan bei 20 US-Dollar. Gemini in Google Slides ist ab Workspace Business Standard für 13,60 Euro je Nutzer und Monat enthalten. Gamma Business kostet 40 US-Dollar je Mitglied und Monat bei Jahreszahlung.

Kann die KI meine PowerPoint-Firmenvorlage verwenden?

Ja, mit Unterschieden in der Zuverlässigkeit. Claude for PowerPoint liest laut Anthropic den Folienmaster, die Layouts, Schriften und Farben der geöffneten Datei und nutzt sie beim Erzeugen neuer Folien. Copilot in PowerPoint übernimmt Design und Thema, wenn du mit einer Vorlage startest, und nutzt in Firmenkonten ein Brand Kit, in dem die Vorlage hinterlegt ist. OpenAI schreibt zu ChatGPT for PowerPoint selbst, dass erzeugte Folien nicht immer perfekt zur Vorlage passen. Gemini in Slides übernimmt den Stil einer bestehenden Präsentation aus Drive. Starte in jedem Fall mit der bereits angewendeten Vorlage, bevor du den ersten Prompt schreibst.

Erstellt Gemini in Google Slides auch deutsche Präsentationen?

Die Funktion, mit der Gemini eine komplette Präsentation aus einer Beschreibung erzeugt, ist laut Google-Hilfe derzeit nur am Desktop und nur auf Englisch verfügbar. Google hatte schon beim Start am 23. Juli 2026 angekündigt, dass alle Funktionen zunächst auf Englisch erscheinen. Für ein deutsches Kundendeck heißt das: Entweder du lässt den Entwurf auf Englisch erzeugen und übersetzt ihn danach, oder du nimmst für die Erstversion ein anderes Werkzeug. Prüfe den Stand vor dem Einsatz in deinem eigenen Konto, Google erweitert die Sprachen schrittweise.

Darf ich Kundendaten in eine KI-Präsentation tippen?

Nur in einem Werkzeug, das über einen Firmenvertrag mit Auftragsverarbeitung läuft und in dem das Training auf deinen Inhalten ausgeschlossen ist. Bei Copilot und Gemini ist das über den Microsoft-365- beziehungsweise Workspace-Vertrag abgedeckt. Beim Add-in Claude for PowerPoint werden Ein- und Ausgaben laut Anthropic innerhalb von 30 Tagen im Backend gelöscht, die Aktivität landet aber nicht in den Enterprise-Audit-Logs. Bei Gamma dürfen Inhalte auf den Einzelplänen standardmäßig zum Training genutzt werden, gesperrt ist das erst in Business und Enterprise. Private Testkonten sind für Kundendaten tabu. Wie du Werkzeuge sauber prüfst, steht in unserem Leitfaden zu KI-Tools und DSGVO.

Quellen & Referenzen

  • Microsoft Support: Neue Präsentation mit Copilot in PowerPoint erstellen, Agentenmodus, Gliederung, Vorlagen, Sprachhinweis, abgerufen am 24. September 2026. support.microsoft.com
  • Microsoft Support: Präsentationen mit Brand Kits und der Organisations-Ressourcenbibliothek markenkonform halten. support.microsoft.com
  • Microsoft: Preisseite Microsoft 365 Copilot Business mit Aktionspreis vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026. microsoft.com
  • Anthropic: Dokumentation zu Claude for PowerPoint mit Plänen, unterstützten Versionen, Vorlagen-Verhalten, Datenhaltung und Prompt-Injection-Warnung. claude.com
  • Anthropic: Zusammenlegung von Cowork und Chat, Start von Claude Docs und Claude Slides in der Beta am 16. September 2026. claude.com
  • Google Workspace Blog: Start der Präsentationserzeugung mit Gemini in Google Slides am 23. Juli 2026, berechtigte Editionen. workspace.google.com
  • Google Docs-Editoren-Hilfe: Präsentation mit Gemini in Google Slides erzeugen, Quellen aus Drive, Stilübernahme, Verfügbarkeit nur am Desktop und auf Englisch. support.google.com
  • OpenAI Help Center: ChatGPT for PowerPoint, Installation, Arbeit mit Vorlagen und Hinweis zur Stiltreue. help.openai.com
  • Gamma Help Center: Export nach PPTX und warum Exporte vom Editor abweichen. help.gamma.app
Arno Hoffrichter, Chief Technology Officer, Collective Brain
Chief Technology Officer, Collective Brain GmbH · Hamburg

CTO bei Collective Brain. Verantwortlich für die technische Umsetzung von Web-Projekten und SEO-Architektur.