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Was Microsoft Copilot wirklich kostet: Lizenzen, Agenten, Verbrauch

Die Frage nach den Copilot-Kosten klingt nach einer Zahl und endet regelmäßig bei drei Rechnungen: der Sitzlizenz, der Microsoft-365-Lizenz darunter, die Microsoft zur Bedingung macht, und dem Verbrauch der Agenten, den niemand vorher kennt. Wir haben alle drei am 28. August 2026 gegen die Preis- und Dokumentationsseiten von Microsoft geprüft und in Rechenbeispiele übersetzt.

Nahaufnahme eines alten analogen Weston-Amperemeters mit Zeiger und Skala von minus 20 bis 20

Copilot wird seit 2026 an zwei Stellen gemessen: pro Sitzplatz und pro Verbrauch. Die zweite Skala kennen die wenigsten Angebote. Foto: Luke Miller auf Pexels

Microsoft Copilot Kosten, kurz zusammengezogen: Stand 28. August 2026 kostet das Enterprise-Add-on 26,00 Euro je Benutzer und Monat im Jahresabo, Microsoft 365 Copilot Business für Firmen bis 300 Nutzer regulär 18,20 Euro und bis zum 30. September 15,60 Euro im ersten Jahr. Beides gibt es nur zusätzlich zu einer berechtigenden Microsoft-365-Lizenz, die zwischen 6,07 Euro (Business Basic) und 58,13 Euro (E5) liegt und zum 1. Juli 2026 teurer geworden ist, während der Copilot-Preis unverändert blieb. Die dritte Zeile ist der Verbrauch: Agenten rechnen in Copilot Credits ab, 0,01 US-Dollar je Nachricht bei nutzungsbasierter Abrechnung oder 173,30 Euro für ein Paket mit 25.000 Credits. Für Beschäftigte mit Copilot-Lizenz ist der interne Agenten-Verbrauch im Rahmen der Fair-Use-Grenzen enthalten, für alle anderen läuft die Uhr mit. Ein einziges Detail entscheidet über die Größenordnung dieser dritten Zeile: wie viele Menschen mit euren Agenten sprechen, ohne selbst einen Sitzplatz zu haben.

Drei Rechnungen, die getrennt entstehen

Wer bei Microsoft nach dem Copilot-Preis sucht, findet eine Zahl mit einem Sternchen. Das Sternchen steht in beiden deutschen Preisseiten fast wortgleich: Für den Erwerb ist die separate Lizenz eines berechtigenden Microsoft-365-Plans erforderlich. Copilot ist ein Aufsatz. Es gibt ihn nicht allein.

Damit besteht die Kostenrechnung aus drei Teilen, die in verschiedenen Verträgen, verschiedenen Portalen und teilweise verschiedenen Währungen entstehen:

Erstens der Copilot-Sitzplatz, den ihr pro Kopf und Monat bezahlt. Zweitens die Microsoft-365-Lizenz, die diesen Sitzplatz überhaupt erst zulässig macht und die im Juli 2026 in fast allen Varianten teurer wurde. Drittens der Verbrauch, den eure Agenten erzeugen, sobald sie mit jemandem sprechen, der keinen Copilot-Sitz hat.

Die ersten beiden Zeilen stehen in jedem Angebot. Die dritte taucht in den meisten Angeboten nicht auf, weil sie sich erst im Betrieb zeigt. Genau dort ist in den vergangenen Monaten das Geld verschwunden, über das Geschäftsführer sich wundern.

Was das konkret bedeutet: Ein Angebot, das nur „Copilot: 26 Euro pro Nutzer” ausweist, ist unvollständig. Fragt den Anbieter nach der Grundlizenz und nach dem Credit-Budget für Agenten. Ohne beides lässt sich keine Jahressumme rechnen.

Die Sitzlizenz, Stand 28. August 2026

Alle folgenden Werte stammen von den deutschen Microsoft-Preisseiten, abgerufen am 28. August 2026. Microsoft weist sie zuzüglich Mehrwertsteuer aus.

ProduktJährliche AbrechnungMonatliche ZahlungBedingung
Microsoft Copilot (Enterprise-Add-on)26,00 € je Benutzer/Monat27,30 € je Benutzer/MonatBerechtigender Microsoft-365-Plan erforderlich
Microsoft 365 Copilot Business (Add-on)15,60 € statt regulär 18,20 €21,84 € je Benutzer/MonatAktion 01.07. bis 30.09.2026, Jahresabo, erstes Jahr, bis 300 Nutzer
Business Standard plus Copilot Business (Bündel)20,36 € je Benutzer/Monat24,43 € je Benutzer/MonatBis 300 Nutzer
Business Premium plus Copilot Business (Bündel)27,73 € je Benutzer/Monat33,28 € je Benutzer/MonatBis 300 Nutzer
Microsoft Copilot Chat (webbasiert)ohne Zusatzkostenohne ZusatzkostenIn berechtigenden Microsoft-365-Abos enthalten

Die Bündelpreise lohnen einen zweiten Blick, weil sie das Angebot verschieben. Microsoft 365 Business Standard kostet einzeln 12,13 Euro je Benutzer und Monat im Jahresabo, Business Premium 19,06 Euro. Rechnet den Aktionspreis von Copilot Business dazu, und ihr landet bei Standard auf 27,73 Euro pro Kopf. Das ist auf den Cent genau der Preis, den Microsoft für das Bündel aus Business Premium und Copilot Business aufruft.

Was das konkret bedeutet: Für dieselbe Monatsrate bekommt ihr entweder Business Standard mit einzeln gebuchtem Copilot oder das Bündel mit Business Premium, das zusätzlich Geräteverwaltung, erweiterten Bedrohungsschutz und Datenschutzfunktionen enthält. Wer den Preisvergleich pro Zeile führt statt pro Paket, verschenkt hier rund sieben Euro Gegenwert je Mitarbeiterin und Monat.

Für das Bündel aus Business Standard und Copilot Business gilt derselbe Effekt in Geld: 20,36 Euro gegen 27,73 Euro bei getrennter Buchung, also 7,37 Euro Unterschied je Kopf und Monat. Bei 40 Beschäftigten sind das 3.537,60 Euro im Jahr, für exakt dieselben Funktionen.

Der zweite Punkt, den viele Beratungsseiten falsch wiedergeben: Microsoft nennt in der Lizenzdokumentation vier berechtigende Pläne für Copilot Business, und Business Basic steht dort mit drin, ebenso Apps for Business. Der günstigste zulässige Einstieg liegt damit bei 6,07 Euro Grundlizenz plus 15,60 Euro Copilot Business, zusammen 21,67 Euro pro Kopf und Monat. Für ein Team, das ohnehin nur im Browser arbeitet, ist das eine echte Option, auch wenn Copilot dann ohne die Desktop-Apps von Word und Excel auskommen muss.

Auf der Enterprise-Seite sieht die Rechnung anders aus. Microsoft 365 E3 kostet 37,78 Euro, E5 58,13 Euro, dazu 26,00 Euro Copilot. Der neue Plan Microsoft 365 E7 steht bei 91,92 Euro und enthält laut Preisseite E5, Copilot, Agent 365 und die Entra Suite. E5 plus Copilot einzeln kostet 84,13 Euro. Der Aufschlag für E7 beträgt also 7,79 Euro je Benutzer und Monat, und dafür kommen die Agenten-Verwaltung und die Identitäts-Suite dazu.

Die Zeile, die 2026 teurer wurde

Am 4. Dezember 2025 hat Microsoft eine globale Preis- und Paketanpassung angekündigt, wirksam zum 1. Juli 2026. Betroffen sind die Suiten, nicht der Assistent. In der Ankündigung steht der Satz, auf den es ankommt: eigenständige Teams- und Copilot-Angebote sind von dieser Aktualisierung ausgenommen.

Standalone Microsoft Teams and Copilot SKUs are not included in this update.

Microsoft Licensing Resources, Microsoft 365 Pricing and Packaging Updates, abgerufen am 28.08.2026

Teurer wurde die Pflichtzeile darunter. Microsoft 365 Business Basic stieg um 16 Prozent von 6 auf 7 US-Dollar, Business Standard um 12 Prozent von 12,50 auf 14 US-Dollar. Bei den Enterprise-Suiten legte Office 365 E3 um 13 Prozent auf 26 US-Dollar zu, Microsoft 365 E3 um 8 Prozent auf 39 US-Dollar und E5 um 5 Prozent auf 60 US-Dollar. Die Frontline-Pläne trifft es am härtesten, F1 um 33 Prozent und F3 um 25 Prozent. Business Premium taucht in der Liste nicht auf.

Bestehende Abonnements bleiben bis zur Verlängerung auf den alten Konditionen, und Microsoft kündigt Paketänderungen mindestens 30 Tage vorher über das Message Center an. Wer also im Frühjahr eine Copilot-Kalkulation gemacht und im Herbst verlängert, rechnet mit zwei verschiedenen Grundlizenzpreisen. Die Details zu dieser Preisrunde und den damals neuen Agent-Funktionen haben wir in der Analyse zur Microsoft-365-Preiserhöhung aufgeschrieben.

Der Verbrauch: Copilot Credits

Seit dem 1. September 2025 heißt die Verbrauchseinheit für Agenten Copilot Credits statt Nachrichten. Sie gilt inzwischen quer über Copilot Studio, Microsoft Copilot Chat, SharePoint-Agenten und die Retrieval-API. Es gibt zwei Wege, sie zu bezahlen.

Der eine ist nutzungsbasiert über ein Azure-Abonnement. Microsoft beschreibt den Zähler in der Dokumentation knapp: eine abrechenbare Copilot-Studio-Nachricht ist eine Anfrage an den Copiloten, die eine Aktion oder Antwort auslöst, abgerechnet mit 0,01 US-Dollar je Nachricht. Der andere Weg sind Prepaid-Pakete mit je 25.000 Credits pro Monat, die auf der deutschen Preisseite mit 173,30 Euro je Paket und Monat stehen. Rechnerisch kostet ein Credit damit rund 0,0069 Euro, wenn ihr das Paket ausschöpft. Tut ihr es nicht, verfallen die Reste: Copilot Studio überträgt nicht verbrauchte Credits ausdrücklich nicht in den Folgemonat.

Wie schnell sich diese Credits summieren, hängt an den Verbrauchssätzen. Microsoft listet sie in der Abrechnungsdokumentation, zuletzt aktualisiert am 3. August 2026:

Aktion des AgentenVerbrauchBei Nutzer mit Copilot-Lizenz
Klassische Antwort (vorformuliert)1 Creditohne Berechnung
Generative Antwort2 Creditsohne Berechnung
Agentenaktion (Trigger, Themenwechsel, Deep Reasoning)5 Creditsohne Berechnung
Tenant-Graph-Grounding je Nachricht10 Creditsohne Berechnung
Agent-Flow-Aktionen je 100 Aktionen13 Creditsohne Berechnung, nur beim Agenten-Trigger
Inhaltsverarbeitung je Seite8 Creditsohne Berechnung
Premium-Werkzeuge für Reasoning je 1.000 Token10 Creditszusätzlich zum Satz der Grundaktion
Sprachagent je Minute (klassisch / GenAI / Premium)10 / 35 / 75 CreditsKernaktivität enthalten

Die rechte Spalte ist der wichtigste Teil der Tabelle. Microsoft rechnet den internen Agenten-Verbrauch für Beschäftigte mit Copilot-Lizenz im Rahmen von Fair-Use-Grenzen nicht ab, solange der Agent unter der authentifizierten Identität dieser Person läuft. Zwei Ausnahmen stehen ausdrücklich in den Fußnoten: Computer-Using Agents fallen nicht unter diese Einbeziehung, und bei Agent-Flows gilt die Befreiung nur für Läufe, die über den Trigger „When an agent calls the flow” starten. Jeder andere Trigger kostet den regulären Satz.

Wo die Credit-Rechnung wirklich entsteht

Damit lässt sich die Frage nach dem Verbrauch auf eine einzige Größe zurückführen: Wie viele Interaktionen laufen über Menschen ohne Copilot-Sitzplatz?

Microsoft rechnet das in der eigenen Dokumentation vor. Ein Vertriebs-Agent mit Tenant-Graph-Grounding, den 50 lizenzierte und 100 nicht lizenzierte Beschäftigte nutzen, kostet pro Tag 4.800 Credits, und zwar ausschließlich durch die 100 ohne Lizenz. Bei 20 Arbeitstagen sind das 96.000 Credits im Monat, also vier Prepaid-Pakete oder 693,20 Euro. Dieselbe Nutzung durch lizenzierte Kolleginnen und Kollegen kostet null.

Ein Kundendienst-Agent auf der eigenen Website liegt in Microsofts Beispiel bei 900 Gesprächen am Tag mit je vier klassischen und zwei generativen Antworten, zusammen 7.200 Credits täglich. Über 30 Tage sind das 216.000 Credits, neun Pakete, 1.559,70 Euro im Monat.

Zwei weitere Sätze verdienen Aufmerksamkeit, weil sie sich in Angeboten fast nie wiederfinden. Ein Sprachagent in der GenAI-Stufe verbraucht 35 Credits je Gesprächsminute, umgerechnet rund 0,24 Euro pro Minute im Prepaid-Modell. Tausend Telefonminuten im Monat kosten damit etwa 243 Euro allein an Verbrauch, bevor irgendjemand über die Telefonie-Anbindung gesprochen hat.

Und die Premium-Stufe für Reasoning-Modelle rechnet 10 Credits je 1.000 Token, zusätzlich zum Satz der eigentlichen Aktion. Das sind rund 0,069 Euro je 1.000 Token oder etwa 69 Euro je Million Token im Prepaid-Modell. Wer den Vergleich zu direkten Modell-Schnittstellen zieht, sieht schnell, warum sich diese Stufe nur für Aufgaben lohnt, bei denen die Einbettung in Microsoft 365 den Ausschlag gibt. Wie sich die Kostenlogik bei den direkten Anbietern anfühlt, haben wir im Vergleich von Copilot und ChatGPT und im Vergleich von Claude und Microsoft Copilot auseinandergenommen.

Was das konkret bedeutet: Kalkuliert den Copilot-Sitzplatz pro Kopf und den Agenten-Verbrauch pro Zielgruppe. Ein interner Agent für 40 lizenzierte Beschäftigte ist im Verbrauch faktisch kostenlos. Derselbe Agent auf der Website, im Kundenportal oder am Telefon ist ein eigener Kostenblock, der mit dem Erfolg wächst.

Drei Rechenbeispiele

Alle Beträge netto, jährliche Abrechnung, Preise vom 28. August 2026. Grundlizenzen sind mitgerechnet, weil ohne sie kein Copilot verkauft wird.

SzenarioAufbauPro MonatPro Jahr
25 Beschäftigte, Bündel25 × Business Standard plus Copilot Business (20,36 €)509,00 €6.108,00 €
25 Beschäftigte, getrennt gebucht25 × Business Standard (12,13 €) plus Copilot Business (15,60 €)693,25 €8.319,00 €
120 Beschäftigte, davon 30 mit Copilot120 × E3 (37,78 €) plus 30 × Copilot (26,00 €)5.313,60 €63.763,20 €
Zuschlag Website-Agent100 Gespräche/Tag, je 2 klassische und 3 generative Antworten1 Paket, 173,30 €2.079,60 €

Die letzte Zeile zeigt die Größenordnung, die im Angebot fehlt. Ein moderat genutzter Website-Agent mit 100 Gesprächen am Tag verbraucht 800 Credits täglich, rund 24.000 im Monat, also genau ein Paket. Verdoppelt sich der Traffic, verdoppelt sich diese Zeile. Der Sitzplatzpreis bleibt davon unberührt.

Für die dritte Zeile lohnt der Gegencheck: 30 Copilot-Sitze bei 120 Beschäftigten heißt, dass 90 Menschen ohne Lizenz arbeiten. Sobald diese 90 einen internen Agenten nutzen, wandert ihr Verbrauch in die Credit-Rechnung. Bei vier generativen Antworten pro Person und Tag sind das 720 Credits täglich, gut 15.000 im Monat, nochmals ein Paket. Wer die Sitzplätze knapp hält, verschiebt Kosten, statt sie zu sparen.

Was ihr vor der Unterschrift festlegt

Vier Dinge lassen sich vor dem Kauf klären, und alle vier stehen im Admin-Center, nicht im Vertrag.

Die Zuteilung der Sitze. Legt schriftlich fest, welche Rollen einen Copilot-Sitz bekommen und warum. Die Entscheidung bestimmt nicht nur die Lizenzkosten, sondern auch, wie viel Agenten-Verbrauch überhaupt entstehen kann.

Das Credit-Budget. Im Microsoft-365-Admin-Center unter Copilot, Abrechnung und Nutzung legt ihr Copilot-Credit-Richtlinien an, bis zu zehn je Mandant, jeweils auf Gruppen zugeschnitten. Im Power-Platform-Admin-Center setzt ihr unter Lizenzierung, Copilot Studio, Agenten verwalten monatliche Obergrenzen je Agent. Beides kostet nichts und verhindert die unangenehme Überraschung auf der Azure-Rechnung.

Das Verhalten bei Erschöpfung. Reine Prepaid-Kapazität ohne Auffangnetz schaltet eure Agenten ab, sobald 125 Prozent des gekauften Volumens verbraucht sind. Nutzer bekommen dann die Meldung, dass der Agent seine Nutzungsgrenze erreicht hat. Wer einen kundenseitigen Agenten betreibt, koppelt die Pakete deshalb mit einer nutzungsbasierten Abrechnung, damit der Dienst weiterläuft und die Mehrnutzung auf der Azure-Rechnung landet.

Der Verlängerungstermin. Notiert das Datum, an dem eure Microsoft-365-Verträge auslaufen. Bis dahin gelten die alten Preise, danach die Liste vom 1. Juli 2026. Diese Zahl gehört in jede Copilot-Kalkulation, die über zwölf Monate hinausgeht.

Für Häuser, die Agenten über Copilot hinaus einsetzen wollen, ist der nächste Schritt eine Prozessliste statt einer Lizenzliste. Welche Aufgabe passiert oft genug, ist klar genug beschrieben und kostet heute genug Zeit, um sie an einen Agenten zu geben? Wie wir das mit Kunden aufsetzen, steht auf unserer Seite zur KI-Automatisierung, und wie sich Copilot gegen die anderen Assistenten im Mittelstand schlägt, im Überblick zu KI-Assistenten.

Das Wichtigste in zwei Sätzen: Copilot kostet Stand 28. August 2026 zwischen 15,60 und 26,00 Euro je Sitzplatz und Monat, dazu zwingend eine Microsoft-365-Lizenz zwischen 6,07 und 58,13 Euro, die im Juli 2026 teurer wurde, während der Copilot-Preis gleich blieb. Die dritte Zeile heißt Copilot Credits und wird von jeder Person erzeugt, die mit euren Agenten spricht, ohne selbst einen Sitzplatz zu haben: 173,30 Euro je 25.000 Credits, monatlich verfallend, mit Abschaltung bei 125 Prozent Überziehung.

Häufige Fragen

Was kostet Microsoft Copilot pro Nutzer und Monat?

Stand 28. August 2026 kostet Microsoft Copilot als Enterprise-Add-on 26,00 Euro je Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung und 27,30 Euro bei monatlicher Zahlung, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Microsoft 365 Copilot Business für Firmen bis 300 Nutzer steht regulär bei 18,20 Euro und läuft vom 1. Juli bis 30. September 2026 zum Aktionspreis von 15,60 Euro, nur im Jahresabo und nur im ersten Jahr. Zu beiden Preisen kommt in jedem Fall eine berechtigende Microsoft-365-Lizenz, ohne die Microsoft das Add-on nicht verkauft.

Welche Microsoft-365-Lizenz brauche ich für Copilot?

Für Microsoft 365 Copilot Business nennt Microsoft in der Lizenzdokumentation vier berechtigende Pläne: Business Basic, Business Standard, Business Premium und Apps for Business. Business Basic liegt bei 6,07 Euro je Benutzer und Monat, damit beginnt der günstigste zulässige Einstieg bei rund 21,67 Euro pro Kopf. Für das Enterprise-Add-on ist die Liste deutlich länger und reicht von Microsoft 365 E3 und E5 über Office 365 E1, E3 und E5 bis zu Teams-, Exchange-, SharePoint- und OneDrive-Plänen.

Was sind Copilot Credits und was kosten sie?

Copilot Credits sind die Verbrauchseinheit für Agenten in Copilot Studio, Copilot Chat und SharePoint. Bei nutzungsbasierter Abrechnung berechnet Microsoft 0,01 US-Dollar je Nachricht über einen Azure-Zähler. Alternativ gibt es Prepaid-Pakete mit 25.000 Credits, auf der deutschen Preisseite mit 173,30 Euro je Paket und Monat ausgewiesen, was rechnerisch rund 0,0069 Euro je Credit ergibt. Nicht verbrauchte Credits verfallen zum Monatsende und werden nicht übertragen.

Zahlen wir für Agenten doppelt, wenn wir schon Copilot-Lizenzen haben?

Für Beschäftigte mit einer Microsoft-Copilot-Lizenz sind klassische Antworten, generative Antworten, Agentenaktionen und Tenant-Graph-Grounding in internen Szenarien im Rahmen der Fair-Use-Grenzen ohne zusätzliche Berechnung enthalten. Der Verbrauch entsteht bei allen anderen: Kundinnen und Kunden auf der Website, Beschäftigte ohne Copilot-Sitz, Sprachagenten am Telefon. Ausdrücklich ausgenommen sind außerdem Computer-Using Agents, die auch bei lizenzierten Nutzern zum Satz für Agentenaktionen abgerechnet werden.

Ist Microsoft Copilot durch die Preisrunde im Juli 2026 teurer geworden?

Das Copilot-Add-on selbst nicht. Microsoft schreibt in der Ankündigung zur Preis- und Paketanpassung ausdrücklich, dass eigenständige Teams- und Copilot-Angebote von der Aktualisierung ausgenommen sind. Teurer wurde die Pflichtzeile darunter: Business Basic stieg um 16 Prozent, Business Standard um 12 Prozent, Microsoft 365 E3 um 8 Prozent und E5 um 5 Prozent. Bestehende Verträge laufen bis zur Verlängerung zu den alten Konditionen weiter.

Was passiert, wenn wir unser Credit-Budget aufbrauchen?

Bei reiner Prepaid-Kapazität greift eine Durchsetzungsschwelle bei 125 Prozent des gekauften Volumens. Danach schaltet Microsoft die eigenen Agenten ab, laufende Gespräche werden noch beendet, neue Aufrufe abgelehnt. Nutzer sehen dann eine Meldung, dass der Agent seine Nutzungsgrenze erreicht hat. Wer das vermeiden will, koppelt die Prepaid-Kapazität mit einer nutzungsbasierten Abrechnung als Auffangnetz oder setzt im Power-Platform-Admin-Center monatliche Obergrenzen je Agent.

Quellen & Referenzen

  • Microsoft: deutsche Preisseite für Microsoft Copilot im Enterprise-Umfeld, 26,00 Euro jährlich und 27,30 Euro monatlich zzgl. MwSt., berechtigender Microsoft-365-Plan erforderlich, abgerufen am 28.08.2026. microsoft.com
  • Microsoft: deutsche Preisseite für zusätzliche Business-Dienste mit Copilot Business zu 15,60 statt 18,20 Euro, Angebotszeitraum 01.07. bis 30.09.2026, bis 300 Nutzer, abgerufen am 28.08.2026. microsoft.com
  • Microsoft: deutsche Copilot-Preisübersicht mit den Bündeln aus Business Standard und Business Premium sowie dem Copilot-Studio-Paket zu 173,30 Euro für 25.000 Credits, abgerufen am 28.08.2026. microsoft.com
  • Microsoft: deutsche Enterprise-Preisseite mit Microsoft 365 E3, E5 und E7 sowie dem Hinweis, dass E7 Copilot und Agent 365 enthält, abgerufen am 28.08.2026. microsoft.com
  • Microsoft Learn: Lizenzoptionen für Microsoft Copilot mit den berechtigenden Grundplänen für Copilot Business und dem Unterschied zwischen webbasiertem und arbeitsbezogenem Copilot Chat, Stand 19.05.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Abrechnungssätze für Copilot Credits mit der vollständigen Verbrauchstabelle, den Fußnoten zu Computer-Using Agents und Agent-Flows sowie der Durchsetzung bei 125 Prozent, Stand 03.08.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Lizenzierung von Copilot Studio, Umstellung von Nachrichten auf Copilot Credits zum 01.09.2025 und der Verfall nicht genutzter Kapazität zum Monatsende, Stand 03.08.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Azure-Zähler für die nutzungsbasierten Copilot-Dienste mit 0,01 US-Dollar je abrechenbarer Nachricht, Stand 17.07.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: Prepaid-Kapazitätspakete gegen nutzungsbasierte Abrechnung für Copilot Chat, Zuteilung über Credit-Richtlinien und automatische Übernahme bei Erschöpfung, Stand 29.04.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Learn: verbrauchsbasierte Abrechnung und Kostensteuerung mit Budgets, Warnungen und harten Obergrenzen im Microsoft-365-Admin-Center, Stand 21.08.2026. learn.microsoft.com
  • Microsoft Licensing Resources: Preis- und Paketanpassung für Microsoft 365 zum 01.07.2026 mit den Steigerungssätzen je Suite und dem Ausschluss eigenständiger Teams- und Copilot-Angebote. microsoft.com
  • Microsoft: deutsche Produktseiten für Microsoft 365 Business Standard (12,13 Euro) und Business Premium (19,06 Euro) je Benutzer und Monat im Jahresabo, abgerufen am 28.08.2026. microsoft.com
Celina Finger, Content Strategist, Collective Brain
Content Strategist, Collective Brain GmbH · Hamburg

Content Strategist bei Collective Brain. Spezialisiert auf B2B-Content für den Mittelstand.