Die beiden Coding-Agenten von OpenAI und Anthropic kosten fast dasselbe, laufen an denselben Orten und lösen dieselben Aufgaben. Für ein Unternehmen ohne eigene Entwicklungsabteilung liegt die Entscheidung trotzdem klar, sobald man auf Pläne, Freigaberechte und Lizenz schaut statt auf Leistungsvergleiche.

Zwei sehr ähnliche Werkzeuge im selben Koffer. Der Unterschied zeigt sich erst am konkreten Auftrag. Foto: Anastasia Shuraeva auf Pexels
Zwei Werkzeuge, die dasselbe Versprechen geben
Ein Coding-Agent ist kein Autovervollständiger im Editor. Du beschreibst ein Ziel in normaler Sprache, das Werkzeug liest sich durch dein Projekt, ändert Dateien, führt Befehle aus und legt am Ende einen Vorschlag vor, den ein Mensch abnimmt. Anthropic beschreibt Claude Code in der Dokumentation als Werkzeug, das den Quelltext liest, Dateien bearbeitet, Befehle ausführt und sich in die vorhandenen Entwicklungswerkzeuge einfügt. OpenAI formuliert es für Codex fast deckungsgleich.
Auch die Orte, an denen beide laufen, überschneiden sich weitgehend. Terminal, Erweiterung für VS Code, Weboberfläche, Mobilgerät, Anbindung an GitHub: Das steht auf beiden Seiten. Claude Code hat zusätzlich eine eigene Desktop-App und Plugins für JetBrains-Entwicklungsumgebungen, Codex ist dafür in die ChatGPT-Desktop-App eingebettet und teilt sich dort Kontingent und Oberfläche mit ChatGPT Work. Wer die beiden Plattformen darunter noch sortiert, findet den Überblick in unseren Hubs zu Claude und ChatGPT.
Wenn du gerade erst überlegst, ob so ein Werkzeug überhaupt in dein Unternehmen gehört, lies zuerst unseren Einstieg zu Claude Code für Nicht-Programmierer. Dort geht es um die Frage, welche Aufgaben ein Team ohne Entwickler damit realistisch erledigt. Dieser Artikel setzt eine Ebene später an: Du hast dich für einen Agenten entschieden und musst jetzt die Marke wählen.
Die Preisleitern sind fast deckungsgleich
Beide Werkzeuge werden nicht einzeln verkauft. Sie hängen am Abo, das dein Team ohnehin für Chat und Büroarbeit hat. OpenAI schreibt dazu auf der Codex-Preisseite: „ChatGPT Work and Codex are included in your ChatGPT Free, Go, Plus, Pro, Business, Edu, or Enterprise plan.” Anthropic formuliert auf der Preisseite: „Claude Code is included in all paid plans.”
| Stufe | OpenAI Codex | Anthropic Claude Code |
|---|---|---|
| Kostenlos | enthalten (Free) | nicht enthalten |
| Günstiger Einstieg | Go, 8 USD im Monat | kein Gegenstück |
| Einzelplatz Standard | Plus, 20 USD im Monat | Pro, 17 USD bei Jahreszahlung, 20 USD monatlich |
| Einzelplatz Vielnutzung | Pro, ab 100 USD (5x oder 20x Plus) | Max, ab 100 USD (5x oder 20x Pro) |
| Kleines Team | Business, 20 USD je Nutzer im Jahr, 25 USD monatlich, ab 2 Nutzern | Team Standard 20 USD, Team Premium 100 USD je Platz bei Jahreszahlung |
| Konzern | Enterprise und Edu auf Anfrage | Enterprise, 20 USD je Platz plus Nutzung zu API-Preisen |
Eine Abweichung lohnt den Blick: Codex ist im kostenlosen ChatGPT-Plan enthalten, Claude Code nicht. Für einen unverbindlichen Test mit zwei Kolleginnen ist das ein echter Vorteil von OpenAI. Umgekehrt gibt es bei Anthropic mit dem Team-Standard-Platz für 20 USD im Jahresabo einen Teamzugang, der Claude Code einschließt, während bei OpenAI der günstige Go-Plan nur als Einzelplatz existiert.
Bei den Limits veröffentlicht jeder Anbieter etwas anderes
Hier wird der Vergleich zum ersten Mal unbequem, weil beide Hersteller unterschiedliche Dinge offenlegen. OpenAI veröffentlicht eine Tabelle mit Nachrichtenspannen je Modell und Plan, bezogen auf einen Zeitraum von fünf Stunden.
| Modell | Plus | Pro 5x | Pro 20x | Business Standard |
|---|---|---|---|---|
| GPT-6 Astra | 5 bis 45 | 25 bis 225 | 100 bis 900 | 5 bis 45 |
| GPT-5.6 Sol | 10 bis 100 | 50 bis 500 | 200 bis 2.000 | 10 bis 100 |
| GPT-5.6 Terra | 25 bis 200 | 125 bis 1.000 | 500 bis 4.000 | 25 bis 200 |
| GPT-5.6 Luna | 250 bis 2.000 | 1.250 bis 10.000 | 5.000 bis 40.000 | 250 bis 2.000 |
Lokale Nachrichten je Fünf-Stunden-Fenster laut OpenAI-Dokumentation, Stand 18.09.2026. OpenAI weist darauf hin, dass lokale Nachrichten und Cloud-Chats dasselbe Kontingent teilen und zusätzlich Wochenlimits greifen können.
Anthropic veröffentlicht keine vergleichbare Tabelle. Auf der Preisseite steht nur, dass jeder Plan Limits in einem rollierenden Fünf-Stunden-Fenster hat und bezahlte Pläne darüber hinaus Wochenlimits bekommen. In der Dokumentation zu Team und Enterprise heißt es, das Kontingent hänge an der Platzstufe und werde mit Chat und Cowork geteilt.
Dafür veröffentlicht Anthropic etwas, das bei OpenAI fehlt: gemessene Kosten aus echten Firmeneinsätzen. In der Dokumentation zur Kostensteuerung nennt Anthropic rund 13 USD je Entwickler und aktivem Arbeitstag, 150 bis 250 USD je Entwickler und Monat, und dass 90 Prozent der Nutzer unter 30 USD je aktivem Tag bleiben.
„Across enterprise deployments, the average cost is around $13 per developer per active day and $150-250 per developer per month, with costs remaining below $30 per active day for 90% of users.”
Anthropic, Claude-Code-Dokumentation „Manage costs effectively”, abgerufen am 18.09.2026
Diese Zahl bezieht sich auf die Abrechnung über die Schnittstelle, nicht auf ein Abo. Sie ist trotzdem der beste verfügbare Anhaltspunkt dafür, was ein intensiv genutzter Platz wirklich verbraucht, und sie taugt als Gegenprobe zur Abo-Rechnung. Wenn dein Team pro Person 20 USD zahlt und der gemessene Durchschnitt bei 150 bis 250 USD liegt, weißt du, wo die Limits herkommen. Wir haben die Rechenwege für den Claude-Fall im Detail in Claude Code Preis: Abo, API und Rechenbeispiele durchgespielt.
Läuft das Kontingent leer, verhalten sich beide Anbieter gleich. Ein bereits gestarteter Arbeitsschritt wird zu Ende geführt. Danach lassen sich in beiden Welten Credits nachkaufen: bei OpenAI als ChatGPT-Credits für Plus und Pro und als Workspace-Credits für Geschäftskunden mit flexibler Abrechnung, bei Anthropic als Usage Credits, die im Terminal über den Befehl /usage-credits verwaltet werden. Wer Budgetsicherheit braucht, schaltet die Credits ein und setzt gleichzeitig ein Ausgabenlimit, statt sie abgeschaltet zu lassen und dann vor einer blockierten Sitzung zu stehen.
Die Planfalle, die kleine Firmen am häufigsten trifft
Jetzt kommt der Punkt, der in keinem Preisvergleich auftaucht und für ein Team ohne Entwickler mehr wiegt als jede Modellbewertung. Bei Claude Code hängen einzelne Funktionen nicht am Preis, sondern an der Plansorte, und zwar in beide Richtungen.
| Funktion | Pro | Max | Team | Enterprise |
|---|---|---|---|---|
| Code Review (automatische PR-Prüfung) | nein | nein | ja | ja |
| Analyse-Übersicht für das Team | nein | nein | ja | ja |
| Zentral verwaltete Einstellungen | nein | nein | ja | ja |
| Anmeldung über SSO | nein | nein | ja | ja |
| Computernutzung | ja | ja | nein | nein |
| Dispatch in der Desktop-App | ja | ja | nein | nein |
Verfügbarkeit nach Abo-Stufe laut Anthropic-Dokumentation „Feature availability”, abgerufen am 18.09.2026.
Lies die Tabelle von unten nach oben, dann siehst du die Falle. Ein Zwei-Personen-Betrieb, der aus Kostengründen zwei Pro-Plätze kauft, bekommt keine automatische Prüfung der Pull-Requests, keine Nutzungsauswertung und keine zentral gesetzten Regeln. Genau das sind die drei Dinge, die den fehlenden Entwickler im Haus zumindest teilweise ersetzen. Umgekehrt verliert ein Team, das auf Team-Plätze wechselt, die Computernutzung und Dispatch, also die Funktionen, mit denen Claude über den Editor hinaus arbeitet.
Bei Codex verläuft die Trennlinie anders, aber sie existiert ebenfalls. Wer Codex über einen API-Schlüssel statt über ein ChatGPT-Konto betreibt, bekommt laut Preisseite ausdrücklich keine Cloud-Funktionen, also auch keine GitHub-Code-Prüfung und keine Slack-Anbindung. Für automatisierte Abläufe in einer Pipeline ist der API-Weg trotzdem der richtige, für die tägliche Teamarbeit nicht.
Wie viel Kontrolle du über den Agenten behältst
Ein Agent, der Befehle auf einem Firmenrechner ausführt, ist eine Sicherheitsfrage, und zwar bevor er das erste Mal startet. Beide Hersteller arbeiten mit denselben zwei Ebenen: einer Sandbox, die technisch begrenzt, was passieren kann, und einer Freigaberegel, die festlegt, wann das Werkzeug nachfragen muss.
Codex läuft nach eigener Dokumentation standardmäßig ohne Netzwerkzugang, mit einer vom Betriebssystem durchgesetzten Sandbox, die den Zugriff üblicherweise auf das aktuelle Arbeitsverzeichnis begrenzt. Die Voreinstellung Auto entspricht --sandbox workspace-write --ask-for-approval on-request: Lesen, Bearbeiten und Ausführen im Arbeitsverzeichnis laufen ohne Rückfrage, alles darüber hinaus wird abgefragt. Mit /permissions lässt sich eine Sitzung auf reines Lesen umstellen, was für Planungsgespräche mit dem Agenten der sinnvolle Startpunkt ist. In der Cloud-Variante laufen Aufgaben in abgeschotteten Containern bei OpenAI, in zwei Phasen: Die Einrichtungsphase darf ins Netz, um Abhängigkeiten zu installieren, die eigentliche Arbeitsphase ist standardmäßig offline. Hinterlegte Geheimnisse stehen laut Dokumentation nur in der Einrichtungsphase zur Verfügung und werden vor der Arbeitsphase entfernt.
Claude Code bringt eine Sandbox für Shell-Befehle mit, die über den Befehl /sandbox konfiguriert wird. Auf macOS nutzt sie das eingebaute Seatbelt-System, auf Linux und WSL2 setzt sie auf die Pakete bubblewrap und socat. Natives Windows unterstützt sie nicht; dort gehört Claude Code in eine WSL2-Umgebung. Der Standardumfang ist eng gefasst: Arbeitsverzeichnis, Sitzungs-Temp-Verzeichnis und ausdrücklich hinzugefügte Ordner. Für neue Netzwerkziele fragt das Werkzeug beim ersten Mal nach. Für verwaltete Installationen gibt es die Einstellung, den Start abzubrechen, wenn die Sandbox nicht verfügbar ist, statt ungeschützt weiterzulaufen.
Ein Detail auf der OpenAI-Seite verdient Aufmerksamkeit, weil es den Arbeitsfluss betrifft: Bei GPT-6 Astra läuft in Codex und ChatGPT Work eine begleitende Sicherheitsprüfung mit, die eine Aufgabe anhalten kann. In der Codex-Kommandozeile und auf dem Mobilgerät stehen die vollständigen Befunde und das Fortsetzen laut Dokumentation nicht zur Verfügung, die Aufgabe endet dort. Wer lange Läufe im Terminal plant, sollte das einkalkulieren.
Der Unterschied, den keine Preisseite nennt: Einsehbarkeit
Hier trennen sich die beiden Produkte deutlich, und es ist der Punkt, an dem eine IT-Freigabe im Mittelstand hängen bleiben kann.
Das Kommandozeilenwerkzeug von Codex liegt offen: Das Repository openai/codex steht unter Apache-2.0-Lizenz, ist in Rust geschrieben und wurde am 18. September 2026 mit 124.991 Sternen und 19.370 Forks geführt, zuletzt aktualisiert am selben Tag. Du kannst den Quelltext prüfen lassen, selbst bauen und im Zweifel forken.
Bei Claude Code gilt das nicht. Das Repository anthropics/claude-code enthält Dokumentation, Beispiele, Plugins und Skripte, aber keinen Quelltext des Werkzeugs. Die Lizenzdatei besteht aus einem Satz: „© Anthropic PBC. All rights reserved. Use is subject to Anthropic’s Commercial Terms of Service.” Das npm-Paket verweist im Lizenzfeld auf die README statt auf eine Open-Source-Lizenz.
Eigene Messung: wie stark sich beide Werkzeuge unter euren Füßen bewegen
Ein Punkt, der bei Werkzeugen für Nicht-Entwickler unterschätzt wird: Wie oft ändert sich das Ding? Wir haben dazu am 18. September 2026 die npm-Registry beider Pakete ausgelesen und ausgezählt. Diese Auswertung ist unseres Wissens sonst nirgends veröffentlicht.
| Messwert (Stand 18.09.2026) | @openai/codex | @anthropic-ai/claude-code |
|---|---|---|
| Erste Veröffentlichung | 16.04.2025 | 24.02.2025 |
| Versionseinträge gesamt | 4.582 (davon 3.588 plattformspezifisch) | 523 |
| Veröffentlichungen in 30 Tagen | 100 Basisversionen | 33 |
| davon stabil | 14 | 33 |
| davon Vorabversionen | 86 (Alpha) | 0 |
| Kanäle auf npm | latest, alpha | stable, latest, next |
| Stand der Kanäle | latest 0.155.0 (17.09.), alpha 0.156.0-alpha.2 (18.09.) | stable 2.1.267 (09.09.), latest 2.1.276 (18.09.) |
| Benötigte Node-Version | ab 16 | ab 22 |
| Lizenz des Pakets | Apache-2.0 | proprietär, Verweis auf README |
Aus den Zahlen folgen drei Dinge für die Praxis. Erstens veröffentlicht Codex zwar häufiger, der größte Teil davon sind Alpha-Versionen und plattformspezifische Pakete; auf dem stabilen Strang lagen in 30 Tagen 14 Veröffentlichungen. Zweitens hat Claude Code einen ausdrücklichen stabilen Kanal, der an unserem Messtag 9 Versionen und 8 Tage hinter dem aktuellen Stand lag. Genau dieser Kanal ist die Wahl für ein Team, das nicht jede Woche neue Funktionen und neue Fehlerbilder sehen will. Der Weg dorthin steht in unserer Installationsanleitung für Windows und Mac, die zwischen den beiden Homebrew-Paketen unterscheidet. Drittens verlangt Claude Code auf dem npm-Weg mittlerweile Node ab Version 22, Codex ab Version 16; auf älteren Firmenrechnern kann das den Ausschlag geben.
Bei den Modellen dahinter bewegt sich ebenfalls etwas. OpenAI hat angekündigt, dass GPT-5.5 am 14. Oktober 2026 in ChatGPT, ChatGPT Work und Codex auf allen Plänen abgeschaltet wird, mit GPT-5.6 Sol als empfohlenem Nachfolger. Wer Modellnamen in Arbeitsbereichs-Voreinstellungen, geplanten Aufgaben oder Skripten hinterlegt hat, sollte den Termin im Kalender stehen haben. Welches Modell gerade wie abschneidet, hältst du am besten über unser KI-Leaderboard nach; in unseren eigenen Tagesdaten vom 27. August 2026 lagen Claude Opus 5 bei 10 USD je Million Token und GPT-5.6 Sol bei 8 USD je Million Token.
Welches Werkzeug zu welchem Team passt
| Deine Lage | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Ihr arbeitet ohnehin mit ChatGPT Business im Büro | Codex | Bereits bezahlt, gemeinsames Kontingent mit ChatGPT Work, keine zweite Rechnung |
| Ihr wollt automatische Prüfung jedes Pull-Requests | Claude Code ab Team-Plan | Code Review gibt es dort, auf Pro und Max nicht |
| Die IT verlangt Quelltext-Einsicht für lokale Werkzeuge | Codex | Apache-2.0 und öffentliches Repository |
| Ihr wollt ohne Kosten testen | Codex | Im kostenlosen ChatGPT-Plan enthalten, bei Claude erst ab Pro |
| Ihr braucht wenige, planbare Updates | Claude Code | Eigener stabiler Kanal, am Messtag 8 Tage hinter latest |
| Der Agent soll über den Editor hinaus arbeiten | Claude Code auf Pro oder Max | Computernutzung und Dispatch gibt es nur dort |
| Alte Rechner mit veralteter Node-Installation | Codex | Läuft ab Node 16, Claude Code verlangt ab Node 22 |
Für die meisten Firmen, mit denen wir arbeiten, fällt die Antwort deshalb pragmatisch aus: Nehmt den Agenten des Anbieters, dessen Abo bei euch schon läuft, und prüft nur die eine Funktion gegen, die euch im Alltag am meisten fehlt. Ein Parallelbetrieb beider Werkzeuge über mehrere Monate lohnt sich erst, wenn mehr als eine Handvoll Leute täglich damit arbeiten. Bis dahin kostet die doppelte Einarbeitung mehr, als der Qualitätsunterschied einbringt.
Häufige Fragen
Was kosten Codex und Claude Code im Vergleich?
Beide Werkzeuge haben keinen eigenen Preis, sie hängen am Abo des jeweiligen Anbieters. Bei OpenAI steht Codex laut Preisseite in Free, Go (8 USD), Plus (20 USD), Pro (ab 100 USD), Business (20 USD je Nutzer bei Jahreszahlung, 25 USD bei Monatszahlung, ab zwei Nutzern) sowie Enterprise und Edu zur Verfügung. Bei Anthropic ist Claude Code in allen bezahlten Plänen enthalten, also ab Pro mit 17 USD bei Jahreszahlung oder 20 USD im Monat, dazu Max ab 100 USD, Team mit 20 USD je Standard-Platz und 100 USD je Premium-Platz bei Jahreszahlung sowie Enterprise. Der kostenlose Claude-Plan enthält Claude Code nicht, der kostenlose ChatGPT-Plan enthält Codex.
Welcher der beiden Agenten eignet sich für ein Team ohne eigene Entwickler?
Beide laufen im Terminal, im Browser, in der IDE und über GitHub, der Einstieg ist also vergleichbar. Den Ausschlag geben zwei Punkte. Erstens die Plattform, auf der dein Team ohnehin arbeitet, weil das Abo dasselbe ist wie für Chat und Büroarbeit. Zweitens die automatische Pull-Request-Prüfung: Bei Claude Code ist die Funktion Code Review laut Anthropic-Dokumentation nur auf Team- und Enterprise-Plänen verfügbar, auf Pro und Max nicht. Wer ohne Entwickler arbeitet, braucht genau diese zweite Meinung am Code.
Ist Codex quelloffen und Claude Code nicht?
Für die Kommandozeilenwerkzeuge trifft das zu. Das Repository openai/codex steht unter Apache-2.0-Lizenz, ist in Rust geschrieben und öffentlich einsehbar. Bei Anthropic enthält das Repository anthropics/claude-code Dokumentation, Beispiele und Plugins, aber keinen Quellcode; die Lizenzdatei verweist auf die kommerziellen Geschäftsbedingungen, und das npm-Paket trägt keine Open-Source-Lizenz. Für die Modelle dahinter gilt das bei beiden Anbietern nicht, die laufen in jedem Fall auf fremden Servern.
Was passiert, wenn das Kontingent mitten in der Arbeit aufgebraucht ist?
Bei OpenAI können Plus- und Pro-Nutzer zusätzliche Credits kaufen, Business-, Edu- und Enterprise-Arbeitsbereiche mit flexibler Abrechnung kaufen Workspace-Credits nach. Bei Anthropic gibt es mit den Usage Credits den gleichen Mechanismus, er wird im Terminal über den Befehl /usage-credits verwaltet. In beiden Fällen läuft ein bereits gestarteter Arbeitsschritt zu Ende. Wer im Team ohne böse Überraschung planen will, schaltet die Credits bewusst frei und setzt ein monatliches Ausgabenlimit.
Wie verhindere ich, dass der Agent Dateien anfasst, die er nicht anfassen soll?
Beide Werkzeuge arbeiten mit einer Sandbox plus Freigaberegel. Codex läuft nach eigener Dokumentation standardmäßig ohne Netzwerkzugang und mit Schreibrechten nur im aktuellen Arbeitsverzeichnis; die Voreinstellung Auto entspricht workspace-write mit Nachfrage auf Anforderung. Claude Code bringt eine Sandbox für Shell-Befehle mit, die auf macOS über Seatbelt und auf Linux sowie WSL2 über bubblewrap und socat abgesichert wird; natives Windows unterstützt sie nicht, dort läuft sie in WSL2. Für ein Unternehmen heißt das: Sandbox einschalten, Verzeichnisse eng halten, Netzwerkfreigaben einzeln erteilen.
Wie oft muss ich die Werkzeuge aktualisieren?
Öfter, als bei Bürosoftware üblich. Wir haben am 18. September 2026 die npm-Registry ausgelesen: Für claude-code erschienen in 30 Tagen 33 Versionen, alle als reguläre Veröffentlichung. Für Codex waren es im selben Zeitraum 100 Basisveröffentlichungen, davon 14 stabile und 86 Alpha-Versionen. Claude Code bietet auf npm einen eigenen stable-Kanal, der an diesem Tag 9 Versionen und 8 Tage hinter dem latest-Kanal lag. Codex hat auf npm keinen vergleichbaren stabilen Kanal, nur latest und alpha. Wer Ruhe im Team braucht, wählt bei Claude Code bewusst den stabilen Kanal.
Quellen & Referenzen
- OpenAI, Codex-Preise und Pläne: enthaltene Pläne, Preise, Nachrichtenspannen je Modell und Fünf-Stunden-Fenster, Credits bei erreichtem Limit, Hinweis auf fehlende Cloud-Funktionen beim API-Schlüssel. Abgerufen am 18.09.2026. learn.chatgpt.com
- OpenAI, Freigaben und Sicherheit in Codex: Sandbox-Voreinstellungen, Freigaberegeln, Zwei-Phasen-Modell in der Cloud, Sicherheitsprüfung bei GPT-6 Astra. Abgerufen am 18.09.2026. learn.chatgpt.com
- OpenAI, Modelle in Codex: Abschaltung von GPT-5.5 am 14.10.2026 und empfohlener Wechsel auf GPT-5.6 Sol. Abgerufen am 18.09.2026. learn.chatgpt.com
- Anthropic, Claude-Preisseite: Planpreise für Free, Pro, Max, Team und Enterprise sowie die Aussage, dass Claude Code in allen bezahlten Plänen enthalten ist. Abgerufen am 18.09.2026. claude.com
- Anthropic, Claude-Code-Dokumentation zur Funktionsverfügbarkeit: Aufteilung von Code Review, Analyse-Übersicht, SSO, Computernutzung und Dispatch über die Abo-Stufen. Abgerufen am 18.09.2026. code.claude.com
- Anthropic, Claude-Code-Dokumentation zur Kostensteuerung: gemessene Kosten je Entwickler und Tag, Usage Credits, Platzkontingent mit Fünf-Stunden- und Wochenfenster. Abgerufen am 18.09.2026. code.claude.com
- Anthropic, Claude-Code-Dokumentation zur Sandbox: Seatbelt auf macOS, bubblewrap und socat auf Linux und WSL2, fehlende Unterstützung für natives Windows. Abgerufen am 18.09.2026. code.claude.com
- npm-Registry, Metadaten der Pakete @openai/codex und @anthropic-ai/claude-code: Grundlage unserer eigenen Auszählung zu Versionen, Kanälen, Node-Anforderung und Lizenz am 18.09.2026. registry.npmjs.org
- GitHub-Repositorien openai/codex und anthropics/claude-code: Lizenzangaben, Programmiersprache, Sterne und Forks, abgerufen am 18.09.2026. github.com