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Claude Opus, Sonnet oder Haiku: welches Modell du für welche Aufgabe nimmst

Drei Namen, drei Preisschilder, und im Zweifel klickt jeder auf das teuerste. Die Entscheidung zwischen Claude Haiku, Sonnet und Opus kostet in einem Betrieb mit ein paar tausend Vorgängen im Monat schnell den Gegenwert einer Werkstudentenstelle. Wir haben die drei Stufen an fünf typischen Büroaufgaben durchgerechnet und dabei zwei Punkte gefunden, die auf keiner deutschen Vergleichsseite stehen.

Durchscheinende Papierbögen in gestaffelten Größen liegen übereinander auf blauem Untergrund

Gestaffelte Bögen, gleiches Material, unterschiedliche Fläche. Genau so verhalten sich die drei Claude-Stufen im Arbeitsalltag. Foto: Edward Jenner auf Pexels

Claude Opus, Sonnet oder Haiku: Für Sortieren, Extrahieren und Weiterleiten reicht Haiku 4.5, für Texte mit Kundenkontakt ist Sonnet 5 die Voreinstellung, Opus 5 lohnt sich bei langen Ketten mit Werkzeugen und bei Aufgaben, deren Fehler teuer werden. In unserer Rechnung über fünf Aufgabenprofile kostet Sonnet 5 das 2,3- bis 2,6-Fache von Haiku 4.5 und Opus 5 das 5,6- bis 6,5-Fache, also mehr als die Preisliste vermuten lässt, weil die neueren Modelle denselben Text in rund 30 Prozent mehr Token zerlegen. Zwei Punkte fehlen im deutschen Wettbewerb komplett: Die Bestandsgarantie für Haiku 4.5 endet am 15. Oktober 2026, und zwischen dem Wissensstand von Haiku 4.5 und Opus 5 liegen 15 Monate. Alle Angaben am 10. September 2026 gegen die Anthropic-Primärdokumentation geprüft.

Die drei Stufen nebeneinander, mit allen Zahlen, die zählen

Anthropic führt aktuell vier Namen: Haiku 4.5 als schnellste Stufe, Sonnet 5 als Allrounder, Opus 5 für komplexe Agenten- und Unternehmensarbeit, dazu Fable 5.1 für lange Denkketten. Dieser Artikel behandelt die drei Stufen, zwischen denen im Mittelstand tatsächlich entschieden wird. Wie sich Fable 5.1 gegen Opus 5 schlägt, steht im direkten Vergleich der beiden Spitzenmodelle.

MerkmalClaude Haiku 4.5Claude Sonnet 5Claude Opus 5
Preis je Mio. Token (Ein/Aus)1 / 5 USD2 / 10 USD5 / 25 USD
Cache-Treffer je Mio. Token0,10 USD0,20 USD0,50 USD
Kontextfenster200.000 Token1 Mio. Token1 Mio. Token
Maximale Ausgabe64.000 Token128.000 Token128.000 Token
Belastbarer WissensstandFebruar 2025Januar 2026Mai 2026
Denksteuerungfestes Budget, kein Effort-Regleradaptiv, Standard highadaptiv, Standard high
Werkzeug-Systemprompt496 bis 588 Token354 bis 474 Token286 bis 406 Token
Tokenizeralte Generationneue Generationneue Generation
Auslauf frühestens15. Oktober 202630. Juni 202724. Juli 2027

Quellen: Modellübersicht und Preisseite von Anthropic, abgerufen am 10. September 2026.

Eine Preisnotiz vorweg, weil sie in mehreren deutschen Vergleichen noch falsch steht: Die 2 und 10 US-Dollar für Sonnet 5 waren zum Start als Einführungspreis bis zum 31. August 2026 angekündigt. Die für den 1. September 2026 geplante Anhebung auf 3 und 15 US-Dollar hat Anthropic gestrichen, der günstige Satz ist jetzt der reguläre. Wer im Herbst mit 3 und 15 US-Dollar kalkuliert, rechnet ein Drittel zu teuer.

Was 1.000 Aufgaben tatsächlich kosten

Token-Preise sagen wenig, solange sie nicht an einer Aufgabe hängen. Wir haben deshalb fünf Profile aus dem Büroalltag definiert und für jedes den Preis von 1.000 Durchläufen gerechnet. Die Umrechnung läuft über den EZB-Referenzkurs von 1,1669 US-Dollar je Euro aus unserem Modelldatensatz mit Stand 26. August 2026.

Ein Detail macht die Rechnung anders als die üblichen Tabellen: Die Token-Zahlen sind in der alten Tokenizer-Generation angegeben, also so, wie Haiku 4.5 den Text zerlegt. Für Sonnet 5 und Opus 5 kommen 30 Prozent obendrauf, weil diese Modelle denselben Text feiner zerlegen. Bei Aufgaben mit Werkzeugen kommt zusätzlich der modellabhängige Werkzeug-Systemprompt dazu.

Aufgabe (Ein/Aus in Token)Haiku 4.5Sonnet 5Opus 5
Posteingang sortieren und weiterleiten (800/150, mit Werkzeugen)1,75 €4,06 €9,86 €
Supportantwort mit Wissensbasis (3.700/700, mit Werkzeugen)6,60 €16,65 €41,33 €
Angebotsentwurf aus Gesprächsnotiz (2.000/1.200)6,86 €17,83 €44,56 €
Vertrag mit 40 Seiten prüfen (60.000/3.000)64,27 €167,11 €417,77 €
Agentenlauf mit Werkzeugen (25.000/5.000, mit Werkzeugen)43,27 €112,01 €279,74 €

Eigene Rechnung je 1.000 Aufgaben, Listenpreise ohne Cache- und Batch-Rabatt, Kurs 1,1669. Basis-Token in alter Tokenizer-Generation, für Sonnet 5 und Opus 5 mit Faktor 1,3 angesetzt.

Der Faktor zwischen den Stufen bleibt bemerkenswert stabil: Sonnet 5 kostet das 2,3- bis 2,6-Fache von Haiku 4.5, Opus 5 das 5,6- bis 6,5-Fache. Die Preisliste suggeriert 2 und 5. Die Lücke dazwischen ist der Tokenizer, und sie taucht auf keiner Rechnung als eigene Position auf.

Was das konkret bedeutet: Bei 5.000 Supportantworten im Monat zahlst du mit Haiku 4.5 rund 33 Euro, mit Sonnet 5 rund 83 Euro und mit Opus 5 rund 207 Euro. Bei 50.000 sortierten E-Mails sind es 88, 203 und 493 Euro. In beiden Fällen liegt der Abstand zwischen der günstigsten und der teuersten Stufe unter dem, was eine halbe Stunde Sachbearbeitung am Tag kostet. Die Modellwahl entscheidet sich deshalb an der Qualität, sobald du die Größenordnung einmal kennst.

Der Tokenizer verschiebt die Preisschilder

Anthropic dokumentiert es in einer Fußnote der Preisseite: Modelle ab Claude 4.7 nutzen einen neueren Tokenizer, der für denselben Text rund 30 Prozent mehr Token erzeugt. Sonnet 4.6 und ältere Modelle arbeiten mit dem Vorgänger. Haiku 4.5 stammt aus der 4.5-Generation und fällt damit in die alte Gruppe, Sonnet 5 und Opus 5 in die neue.

Für die Kontextfenster heißt das ebenfalls etwas: 1 Million Token entsprechen mit dem neuen Tokenizer rund 555.000 Wörtern, mit dem alten wären es etwa 750.000. Das Fenster von Sonnet 5 und Opus 5 ist also groß, aber nicht ganz so groß, wie die Zahl klingt. Bei Haiku 4.5 stehen 200.000 Token für rund 150.000 Wörter.

Der zweite Effekt läuft in die andere Richtung und wird gern übersehen. Sobald Werkzeuge im Spiel sind, legt die API einen eigenen Systemprompt an, und der ist bei der günstigen Stufe am größten: 496 bis 588 Token bei Haiku 4.5 gegenüber 286 bis 406 bei Opus 5. Bei einer Mini-Anfrage mit 800 Token Eingabe frisst dieser Aufschlag einen Teil des Preisvorteils. In unserer Tabelle sieht man das an der ersten Zeile, wo der Abstand zu Sonnet 5 auf das 2,3-Fache schrumpft, während er bei größeren Aufgaben bei 2,6 liegt. Wer sehr viele sehr kleine Werkzeugaufrufe fährt, sollte deshalb rechnen statt schätzen. Die Mechanik dahinter steht ausführlich in unserer Kostenkalkulation für die Claude-API, und der Claude-Kostenrechner nimmt dir die Arithmetik ab.

Die Bestandsgarantie: der Punkt, den keine deutsche Vergleichsseite nennt

Anthropic führt eine Tabelle mit dem voraussichtlichen Auslaufdatum jedes Modells. Für Haiku 4.5 steht dort der 15. Oktober 2026. Für Sonnet 5 der 30. Juni 2027, für Opus 5 der 24. Juli 2027, für Fable 5.1 der 1. September 2027.

Diese Daten werden häufig missverstanden, deshalb die Einordnung: Das ist kein angekündigtes Abschaltdatum, sondern eine Untergrenze. Anthropic sagt damit zu, das Modell nicht vor diesem Tag abzuschalten. Dazu kommt eine zweite Zusage: mindestens 60 Tage Vorlauf per E-Mail und Dokumentation, bevor ein öffentlich veröffentlichtes Modell abgeschaltet wird. Für Haiku 4.5 liegt am 10. September 2026 keine solche Ankündigung vor. Vor dem 9. November 2026 kann das Modell also nicht verschwinden.

Anthropic notifies customers with active deployments for models with upcoming retirements, providing at least 60 days’ notice before model retirement for publicly released models.

Anthropic, Model deprecations, abgerufen am 10.09.2026

Trotzdem ist der Unterschied für die Planung erheblich. Wer heute einen Ticket-Klassifizierer auf Haiku 4.5 baut, hat eine Bestandszusage von gut fünf Wochen plus Vorlauffrist. Wer dieselbe Strecke auf Sonnet 5 legt, hat rund zehn Monate. Und die Historie stützt die Vorsicht: Haiku 3.5 lief von der Ankündigung am 19. Dezember 2025 bis zur Abschaltung am 19. Februar 2026, exakt zwei Monate. Opus 4.1 bekam vom 5. Juni bis zum 5. August 2026 ebenfalls genau die Mindestfrist.

Praktischer Nebenbefund aus derselben Tabelle: Für claude-sonnet-4-5-20250929 steht der 29. September 2026, also in gut zwei Wochen. Wer eine Integration noch auf diese ältere Sonnet-Version gepinnt hat, sollte diese Woche umstellen. Wie man solche Wechsel vorbereitet, ohne jede Codestelle anzufassen, beschreibt unser Leitfaden zum Einrichten eines zentralen Modell-Routings.

Wissensstand: zwischen den Stufen liegen 15 Monate

Die zweite Zahl, die in Vergleichstabellen selten auftaucht, ist der belastbare Wissensstand. Anthropic gibt ihn je Modell einzeln an: Februar 2025 bei Haiku 4.5, Januar 2026 bei Sonnet 5, Mai 2026 bei Opus 5. Zwischen der kleinsten und der mittleren Stufe liegen elf Monate, zwischen kleinster und größter 15.

Im September 2026 fehlen Haiku 4.5 damit rund anderthalb Jahre Weltgeschehen. Für Klassifizieren, Umformatieren und Extrahieren spielt das keine Rolle, weil die Information im Prompt steht. Sobald ein Modell aber aus eigenem Wissen antworten soll, etwa zu Fördermitteln, Fristen oder Marktentwicklungen, wird der Abstand zum Risiko. Ein Beispiel aus unserem eigenen Feld: Die Neufassung von Artikel 4 der KI-Verordnung durch den Digital Omnibus vom 8. Juli 2026 liegt hinter dem Wissensstand aller drei Stufen, auch hinter dem von Opus 5 mit Mai 2026. Wer solche Fragen beantworten lässt, braucht Websuche oder eine eigene Wissensbasis, unabhängig von der Modellstufe.

Wann sich das teurere Modell rechnet

Die interessantere Rechnung dreht sich um den Preis eines Fehlgriffs. Nimm die Zeile Supportantwort: Der Abstand zwischen Haiku 4.5 und Sonnet 5 beträgt 10,05 Euro je 1.000 Vorgänge. Kostet eine schlechte Antwort zehn Minuten Nacharbeit im Team, bei 60 Euro Stundensatz also zehn Euro, dann trägt sich Sonnet 5 bereits, wenn es genau eine Fehlantwort je 1.000 vermeidet. Das entspricht einer Verbesserung um 0,1 Prozentpunkte.

Beim Sortieren des Posteingangs ist die Schwelle noch niedriger. Der Abstand beträgt 2,31 Euro je 1.000 Mails. Kostet eine falsch geroutete Mail eine Viertelstunde, also 15 Euro, reicht ein vermiedener Fehlgriff je 6.500 Mails, damit sich die teurere Stufe trägt. Gegenüber Opus 5 liegt die Schwelle bei einem vermiedenen Fehlgriff je 1.850 Mails.

Diese Rechnung dreht die übliche Diskussion um. Der Token-Preis ist bei allen realistischen Volumina die kleinere Größe. Was zählt, ist die Trefferquote in der konkreten Aufgabe, und die misst du nur an deinen eigenen Daten. Nimm 200 echte Vorgänge aus dem letzten Monat, lass alle drei Stufen darüber laufen und zähl die Korrekturen. Das kostet nach obiger Tabelle keine fünf Euro und beantwortet die Frage besser als jede Benchmark-Tabelle. Wie weit die Modelle an einem beliebigen Tag auseinanderliegen, siehst du im AI Leaderboard mit Tageswerten.

Eigene Prüfung: sechs deutsche Vergleichsseiten im Test

Weil beide Befunde oben ungewöhnlich klingen, haben wir am 10. September 2026 geprüft, was die sichtbaren deutschen Vergleichsseiten zu dem Thema liefern. Sechs Seiten im Volltext abgerufen, jeweils auf vier Punkte durchsucht: aktuelle Preise für alle drei Stufen, Auslaufdatum von Haiku 4.5, Wissensstand je Modell, Tokenizer-Unterschied.

Geprüfter PunktSeiten mit korrekter Angabe
Auslaufdatum von Haiku 4.5 genannt0 von 6
Wissensstand je Modell einzeln genannt1 von 6
Tokenizer-Unterschied erwähnt2 von 6
Aktuelle Preise für alle drei Stufen korrekt2 von 6

Eigene Prüfung von sechs deutschsprachigen Vergleichsseiten am 10. September 2026.

Die Preisfehler haben ein Muster. Zwei Seiten führen noch die Vorgängergeneration mit Sonnet 4.6 zu 3 und 15 US-Dollar oder Opus 4.7 zu 15 und 75 US-Dollar. Eine Seite nennt für Sonnet 5 den regulären Preis mit 3 und 15 US-Dollar und die 2 und 10 als Einführungspreis bis 31. August 2026, was seit der Streichung der Anhebung überholt ist. Eine weitere gibt für Haiku 4.5 die Preise von Haiku 3.5 an, einem Modell, das im Februar 2026 abgeschaltet wurde. Eine Seite nennt gar keine Preise. Beim Wissensstand arbeitet eine Seite mit der Pauschale “Anfang 2025” für alle Modelle, was für Haiku 4.5 stimmt und für Opus 5 um 15 Monate danebenliegt.

Wer eine Modellentscheidung auf solche Tabellen stützt, kalkuliert im günstigen Fall ein Drittel zu teuer und plant im ungünstigen Fall mit einem Modell, das es seit einem halben Jahr nicht mehr gibt. Die Preisseite von Anthropic ist eine einzige URL und wird bei jeder Änderung aktualisiert.

Die Entscheidungsregel für deinen Betrieb

Aus Preis, Wissensstand, Fehlerkosten und Bestandsgarantie ergibt sich eine Zuordnung, die sich in der Praxis bewährt.

Haiku 4.5 nimmst du, wenn die Aufgabe eine geschlossene Antwortmenge hat und die Information vollständig im Prompt steht: Tickets kategorisieren, Rechnungsdaten extrahieren, Anfragen vorsortieren, Texte in ein Format bringen, Inhalte moderieren. Volumen ist hier das Argument, und die 200.000 Token Kontext reichen für alles, was einzeln durch die Leitung geht. Wo die Grenzen des kleinen Modells genau verlaufen, steht im Porträt von Haiku 4.5 für den Unternehmenseinsatz.

Sonnet 5 ist die Voreinstellung für alles mit Kundenkontakt und für alles, was jemand später unterschreibt: Angebote, Berichte, Support-Antworten, Recherchen, längere Analysen. Das Kontextfenster von 1 Million Token nimmt ganze Aktenordner auf, der Wissensstand reicht bis Januar 2026, und die Aufpreisschwelle gegenüber Haiku liegt bei einem vermiedenen Fehler je 1.000 Vorgängen. Details zu Stärken und Grenzen stehen im Porträt von Sonnet 5.

Opus 5 setzt du dort ein, wo mehrere Schritte aufeinander aufbauen und ein Fehler in Schritt zwei den ganzen Lauf entwertet: Agenten mit Werkzeugen, Codearbeit an gewachsenen Systemen, juristische oder technische Prüfungen mit Haftungsfolge, Recherchen über viele Quellen. Anthropic selbst empfiehlt Opus 5 als Startpunkt für die meisten Arbeitslasten und Fable 5.1 erst dann, wenn die eigenen Tests mit Opus 5 auf hoher Denkstufe weiterhin nicht reichen.

Und der Fall, der in Tabellen nie vorkommt: Du musst dich nicht für eine Stufe entscheiden. Ein Klassifizierer auf Haiku, der die schweren Fälle an Sonnet weiterreicht, kostet über den Tag gerechnet fast so wenig wie reines Haiku und liefert bei den kniffligen zehn Prozent Sonnet-Qualität. Der Einstieg dafür ist eine Routing-Tabelle in der Konfiguration statt fest verdrahteter Modellnamen im Code. Weitere Hintergründe zur Claude-Familie sammelt unser Claude-Überblick, die Abo-Frage für Teams beantwortet der Vergleich von Free, Pro, Max und Team.

Das Wichtigste in zwei Sätzen: Haiku 4.5 für geschlossene Massenaufgaben, Sonnet 5 als Voreinstellung für alles mit Kundenkontakt, Opus 5 für mehrstufige Läufe mit teuren Fehlern, wobei der reale Kostenabstand wegen des Tokenizers bei 2,6 und 6,5 statt bei 2 und 5 liegt. Prüf vor jedem festen Einbau das Auslaufdatum: Für Haiku 4.5 endet die Bestandsgarantie am 15. Oktober 2026, für Sonnet 5 erst im Juni 2027.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Claude Opus, Sonnet und Haiku?

Die drei Namen stehen für Leistungsklassen derselben Modellfamilie. Claude Haiku 4.5 ist die schnellste und günstigste Stufe mit 1 US-Dollar Eingabe und 5 US-Dollar Ausgabe je Million Token, 200.000 Token Kontext und 64.000 Token Ausgabe. Claude Sonnet 5 kostet 2 und 10 US-Dollar, Claude Opus 5 kostet 5 und 25 US-Dollar, beide mit 1 Million Token Kontext und 128.000 Token Ausgabe. Anthropic beschreibt Sonnet 5 als beste Mischung aus Tempo und Intelligenz und Opus 5 als Modell für komplexe Agenten- und Unternehmensarbeit. Stand 10. September 2026.

Ist Claude Opus wirklich fünfmal so teuer wie Haiku?

Auf der Preisliste ja, in der Rechnung eher das Sechs- bis Sechseinhalbfache. Grund ist der Tokenizer: Claude 4.7 und neuer zerlegen denselben Text in rund 30 Prozent mehr Token, Haiku 4.5 nutzt noch den älteren. Für dieselbe deutsche Textmenge zahlst du bei Opus 5 also den höheren Preis je Token und zusätzlich mehr Token. Über unsere fünf Aufgabenprofile liegt der Faktor zwischen Haiku 4.5 und Opus 5 bei 5,6 bis 6,5, zwischen Haiku 4.5 und Sonnet 5 bei 2,3 bis 2,6.

Welches Claude-Modell soll ich für Kundenanfragen nehmen?

Rechne es an den Fehlerkosten durch. Bei 1.000 Supportantworten mit Wissensbasis liegen Haiku 4.5 bei rund 6,60 Euro, Sonnet 5 bei 16,65 Euro und Opus 5 bei 41,33 Euro. Der Abstand zwischen Haiku und Sonnet beträgt gut zehn Euro je 1.000 Vorgänge. Kostet eine schlechte Antwort zehn Minuten Nacharbeit bei 60 Euro Stundensatz, trägt sich Sonnet 5 bereits, wenn es eine einzige Fehlantwort je 1.000 vermeidet. Für reines Vorsortieren und Weiterleiten bleibt Haiku 4.5 die richtige Wahl.

Wie lange ist Claude Haiku 4.5 noch verfügbar?

Anthropic nennt für Haiku 4.5 ein Auslaufdatum von frühestens dem 15. Oktober 2026, für Sonnet 5 frühestens den 30. Juni 2027 und für Opus 5 frühestens den 24. Juli 2027. Das ist keine Abschaltankündigung, sondern das Ende der Bestandsgarantie. Zusätzlich sichert Anthropic mindestens 60 Tage Vorlauf zu, und für Haiku 4.5 liegt bislang keine Ankündigung vor. Vor Mitte November 2026 kann das Modell also nicht verschwinden, ein Abschied im Winterhalbjahr ist aber eingeplant.

Wann lohnt sich Claude Fable 5.1 statt Opus 5?

Fable 5.1 kostet mit 10 und 50 US-Dollar je Million Token das Doppelte von Opus 5 und ist laut Anthropic für anspruchsvolles Nachdenken und lange Agentenläufe gedacht. Die Empfehlung im Handbuch ist eindeutig: Starte mit Opus 5, und greif zu Fable 5.1, wenn deine eigenen Tests mit Opus 5 auf höherer Denkstufe weiterhin nicht reichen. Für typische Büroarbeit im Mittelstand ist das selten der Fall.

Quellen & Referenzen

  • Anthropic: Preisseite der Claude-Plattform mit Token-Preisen, Cache-Sätzen, Batch-Rabatt, Werkzeug-Systemprompt-Token und der Tokenizer-Fußnote, abgerufen am 10.09.2026. platform.claude.com
  • Anthropic: Modellübersicht mit Kontextfenster, Ausgabegrenze, Wissensstand und Denksteuerung je Modell, abgerufen am 10.09.2026. platform.claude.com
  • Anthropic: Model deprecations mit Lebenszyklus-Status, voraussichtlichen Auslaufdaten und der 60-Tage-Vorlauffrist, abgerufen am 10.09.2026. platform.claude.com
  • Europäische Zentralbank: Referenzkurs Euro zu US-Dollar 1,1669 mit Stand 26.08.2026, Basis der Euro-Umrechnung. ecb.europa.eu
Celina Finger, Content Strategist, Collective Brain
Content Strategist, Collective Brain GmbH · Hamburg

Content Strategist bei Collective Brain. Spezialisiert auf B2B-Content für den Mittelstand.