Im B2B-Mittelstand laufen Google-Ads-Konten oft seit Jahren ohne Wochenpflege. Branchenübergreifend gehen dabei nach Erfahrung praktischer Account-Manager regelmäßig zwischen 50 und 70 Prozent der Klicks an irrelevante Suchen verloren. Die Ursache liegt selten am Algorithmus und fast nie am Bidding-Modell. Sie liegt am Funnel-Setup auf der eigenen Seite.

Editorial-Foto: Performance-Pflege im Wochenrhythmus. Search-Term-Report, Notebook-Skizzen, Kaffee. (Bild: Collective Brain, KI-generiert)
Das Grundproblem: B2B passt nicht in den Standard-Search-Funnel
Google Ads ist mit einer Logik aufgebaut, die für E-Commerce hervorragend funktioniert. Jemand sucht „herrenpullover blau“, Google liefert die richtige Anzeige, ein Klick, ein Kauf. Im B2B-Mittelstand sieht der Vorgang anders aus.
Ein Geschäftsführer eines mittelständischen Maschinenbauers sucht nicht „CRM kaufen“. Er sucht „crm kosten 2026″, „salesforce alternative mittelstand“, „crm einführen welche schritte“. Drei verschiedene Such-Intentionen, drei verschiedene Funnel-Phasen, drei völlig verschiedene Anzeigen-Antworten. Das Standard-Setup von Google Ads erkennt das nicht. Man kauft alle drei Keywords ein, bezahlt dafür unterschiedliche CPCs zwischen vier und sechzehn Euro, und am Ende sind die Conversion-Raten miserabel, weil die Landing-Page versucht, alle drei Phasen gleichzeitig zu bedienen.
Das ist die Grundursache, warum Search-Network-Budgets im B2B verbrennen. Es liegt selten an Google selbst und fast nie am Account-Manager der Agentur. Es liegt am unsauberen Funnel-Setup auf der eigenen Seite. Wie sich diese Basisarbeit in eine Kanalstrategie einfügt, zeigt unser Überblick zum Performance Marketing für den Mittelstand.
Hebel 1: Search-Term-Report wöchentlich, nicht monatlich
Wer im B2B-Mittelstand Google Ads laufen lässt und den Search-Term-Report seltener als einmal pro Woche prüft, wirft systematisch Geld weg. Im B2B-Bereich kommen pro Monat dutzende Long-Tail-Suchen rein, die irrelevant sind: Praktikum-Suchen, Konkurrenz-Vergleiche, akademische Recherchen, kostenlose Anleitungen. Jeder dieser Klicks kostet zwischen drei und zwanzig Euro.
Konkret: Ich exportiere bei jedem Account jeden Montagmorgen die letzten sieben Tage Search Terms, sortiere nach Klicks absteigend, gehe die ersten dreißig Zeilen durch und füge alles, was nicht zur Buyer-Persona passt, der negativen Keyword-Liste hinzu. Das dauert zwanzig Minuten. Bei den Mittelstands-Accounts, die ich betreue, reduziert dieser eine Schritt die Werbeausgaben in den ersten zwei Monaten regelmäßig um zwanzig bis dreißig Prozent, ohne dass die Anfragen weniger werden. Im Gegenteil: Die Anfragen werden besser, weil das Budget jetzt auf den richtigen Suchen landet.
Neu seit August 2026: Diese Routine wird gerade wichtiger, als sie ohnehin war. AI Max für Suchkampagnen ist seit dem 15. April 2026 allgemein verfügbar, und Google migriert die alten Ausspielwege jetzt automatisch dorthin. Kampagnen mit kampagnenweitem Broad Match bekommen im September-Fenster die Funktion „Suchbegriff-Abgleich“ eingeschaltet, Kampagnen mit automatisch erstellten Assets zusätzlich die Textanpassung. Beide Funktionen erweitern die Menge der Suchanfragen, auf die deine Anzeigen laufen können, über die eingebuchte Keyword-Liste hinaus. Für einen B2B-Account mit engem Zielkundenkreis heißt das: In den vier Wochen nach der Migration schaue ich den Suchbegriffe-Bericht täglich an, nicht wöchentlich, und pflege die Ausschlussliste entsprechend nach. Danach geht es zurück in den Montagsrhythmus.
„Deine Kampagnen mit dynamischen Anzeigengruppen wechseln zu Standard-Anzeigengruppen, Einstellungen und Daten werden nach AI Max übertragen, damit die Leistung stabil bleibt.“
— Google, Ads & Commerce Blog zur DSA-Umstellung, 15. April 2026, aktualisiert am 11. Juni 2026 (Übersetzung Collective Brain)
Hebel 2: Phase-spezifische Kampagnen statt Themen-Kampagnen
Die meisten Mittelstands-Accounts bauen Kampagnen nach Themen. Eine Kampagne „CRM“, eine Kampagne „ERP“, eine Kampagne „Marketing-Automation“. Innerhalb der Kampagne mischen sich aber Suchen aus drei Buyer-Phasen: Awareness („was ist crm“), Consideration („crm vergleich“), Decision („salesforce angebot“). Das ruiniert die Performance.
Die saubere Trennung läuft phase-spezifisch:
- Awareness-Kampagne: informational Long-Tails, Gebote niedrig, Landing-Page ist ein Guide oder ein Whitepaper, Conversion ist E-Mail-Adresse.
- Consideration-Kampagne: Vergleichs- und Tool-Suchen, mittlere Gebote, Landing-Page ist eine Vergleichstabelle oder eine Case-Study, Conversion ist Demo-Anfrage.
- Decision-Kampagne: Brand-Plus-Suchen („salesforce angebot mittelstand“), hohe Gebote, Landing-Page ist Kontakt-Form mit Pricing-Hint, Conversion ist Termin-Buchung.
Jede Phase bekommt eigene Anzeigen, eigene Landing-Page, eigene Conversion-Definition. Die Kampagnen-Budgets werden separat gesteuert. So wird sichtbar, in welcher Funnel-Phase Geld verbrannt wird und in welcher es konvertiert. Wer parallel an einem sauberen Lead-Nurturing arbeitet, sollte das mit einer durchdachten Marketing-Automation verbinden.
Diese Trennung überlebt auch die AI-Max-Migration, und sie ist danach der eigentliche Schutzmechanismus. Wenn die Ausspielung breiter wird, ist die Kampagnenstruktur die Ebene, auf der du noch getrennt messen und getrennt budgetieren kannst. Accounts, die alles in eine große Kampagne kippen, verlieren im September genau diese Sicht.
Hebel 3: Wettbewerbs-Brand-Bidding mit Augenmaß
Auf den Brand des Wettbewerbers zu bieten, ist im B2B grenzwertig profitabel. Es funktioniert in zwei Konstellationen sauber: Erstens, wenn man als kleinerer Anbieter eine sehr klar abgrenzbare Spezialisierung hat, die der Brand-Marke fehlt. Zweitens, wenn der Wettbewerber gerade eine Pricing-Erhöhung oder einen Service-Skandal hatte und die Suchintention „wettbewerber alternative“ tatsächlich kommerziell ist.
In allen anderen Fällen verbrennt man Budget auf Suchenden, die ohnehin den anderen Anbieter wollen. Konkret: Ich teste Wettbewerbs-Brand-Bidding immer mit einem fest gedeckelten Tagesbudget von zwanzig bis fünfzig Euro über vierzehn Tage. Wenn die Conversion-Rate deutlich unter dem Account-Schnitt bleibt, schalte ich es ab. Diese Disziplin fehlt vielen Accounts. Sie laufen jahrelang mit niedrigen Conversion-Raten weiter, weil niemand den Mut hat, die Kampagne abzustellen.
Die Gegenrichtung gehört ins selbe Wochenpaket: Marken-Einschlüsse und Marken-Ausschlüsse, die du in der Kampagne hinterlegt hast, nimmt Google laut eigener Ankündigung in die AI-Max-Kampagne mit. Prüfen solltest du sie nach der Migration trotzdem, denn ein leerer Marken-Ausschluss fällt in einem breiter ausgespielten Konto schneller auf die Kosten durch als vorher.
Hebel 4: Conversions sauber definieren, nicht aus Bequemlichkeit alle Form-Klicks zählen
Eine Conversion ist nicht ein Form-Submit. Eine Conversion ist eine qualifizierte Anfrage, die der Vertrieb in einen Termin überführen kann. Wer das nicht trennt, optimiert Google Ads auf Müll-Leads. Das gilt insbesondere im Zeitalter automatisierter Bidding-Algorithmen, wie sie im Kontext der Attribution-Messung über AI Overviews immer relevanter werden.
Praktisch heißt das: Den Form-Submit als „Soft-Conversion“ tracken (zur Lernfunktion des Algorithmus), aber den Account NICHT auf diese Conversion optimieren. Stattdessen die qualifizierte Anfrage definieren, sie aus dem CRM zurück an Google Ads schicken (über Conversions Import oder offline-Tracking) und den Algorithmus auf diese Hard-Conversion lernen lassen.
Das ist technisch aufwändiger, aber ohne diesen Schritt optimiert der Smart-Bidding-Algorithmus auf jeden, der mal kurz das Kontaktformular angefasst hat. Ergebnis: Hunderte günstige Form-Klicks aus Praktikanten und Studierenden, kaum echte Anfragen.
Stand 2026 beim Rückkanal aus dem CRM: Google hat den klassischen Offline-Conversion-Import in die erweiterten Conversions für Leads überführt. Seit April 2026 nimmt Google Ads Nutzerdaten aus Website-Tag, Data Manager und API-Verbindung gleichzeitig an, und die getrennten Schalter für erweiterte Conversions im Web und für Leads werden zu einer Einstellung zusammengelegt, bestehende Konten wandern automatisch mit. Für den Mittelstands-Account heißt das zweierlei. Die Click-ID bleibt der genaueste Anker und gehört weiter in jeden Upload, gerade wenn kein Tag die Nutzerdaten einsammelt. Und der Datenweg braucht eine saubere Einwilligungsbasis, weil gehashte Kundendaten aus dem CRM an Google gehen. Wer das im Betrieb nicht sauber dokumentiert hat, sollte den Hard-Conversion-Rückkanal erst nach der Klärung mit dem Datenschutzbeauftragten scharf schalten.
Hebel 5: Display- und Performance-Max-Kampagnen mit Vorsicht behandeln
Google drängt jeden Account in Performance-Max-Kampagnen. Im B2C funktioniert das oft. Im B2B-Mittelstand frisst Performance-Max die Budgets der gut laufenden Search-Kampagnen auf, weil der Algorithmus auf Display- und YouTube-Inventory ausweicht, wo die Klicks billig sind, aber die Conversions schlecht. Wer plant 2026 langfristig, sollte den Strategiewechsel rund um Google AI Max und das Sunset von Dynamic Search Ads auf dem Schirm haben.
Mein Standard-Vorgehen für Mittelstands-Accounts: Performance-Max-Kampagnen bekommen ein eigenes Budget, das maximal zwanzig Prozent des Gesamtbudgets ausmacht. Sie laufen parallel zu den Search-Kampagnen, nicht stattdessen. Und sie werden nach achtundzwanzig Tagen kritisch evaluiert: Wenn die qualifizierten Anfragen pro Euro deutlich schlechter sind als bei den Search-Kampagnen, wird das Budget wieder reduziert oder gestrichen.
Was sich 2026 verbessert hat: Der Verdacht, dass das Budget in Display und YouTube versickert, lässt sich seit Anfang 2026 belegen. Google liefert für Performance Max einen Bericht zur Kanalleistung, der Suche, Suchnetzwerk-Partner, YouTube, Display, Gmail, Discover und Maps getrennt ausweist, auf Kampagnen-, Asset-Gruppen- und Asset-Ebene, ohne zusätzliche Einrichtung. Der Bericht enthält auch importierte Offline-Conversions, taugt also für die B2B-Rechnung mit Hard-Conversions.
Die Grenze dieses Fortschritts gehört mit dazu: Google zeigt die Aufteilung, überlässt dir aber weiter keinen Schalter, um einen einzelnen Kanal komplett abzuwählen. Steuern kannst du über Ausschluss-Keywords und Marken-Ausschlüsse auf Kampagnenebene, über Zielgruppensignale, Asset-Qualität und eben über das Budget. Genau deshalb bleibt der harte Deckel von zwanzig Prozent in meinen Accounts stehen, auch wenn der Kanalbericht jetzt Transparenz liefert. Meine Auswertung nach achtundzwanzig Tagen sieht seit Februar so aus: Anteil der Suche an Klicks und Conversions, Kosten pro qualifizierter Anfrage getrennt nach Kanal, und die Frage, ob die YouTube- und Display-Anteile überhaupt Hard-Conversions liefern.
Der September 2026 im eigenen Konto
Für Konten, die seit Jahren mit Broad Match auf Kampagnenebene oder mit automatisch erstellten Assets laufen, ist die Migration kein Termin zum Aussitzen. Vier Dinge lohnen sich vor dem 1. September:
- Eine Bestandsaufnahme, welche Kampagnen überhaupt betroffen sind. Im Google-Ads-Konto sind das die Kampagnen mit der Einstellung „Broad Match auf Kampagnenebene“ und die mit automatisch erstellten Assets.
- Die Ausschlusslisten auf Kontoebene gehören vorher aufgeräumt, weil sie nach der Migration die wichtigste verbliebene Bremse sind.
- Ein Vorher-Nachher-Referenzzeitraum: 28 Tage vor der Migration exportieren, damit du im Oktober eine Vergleichsgröße für Kosten pro qualifizierter Anfrage hast.
- Wer Dynamic Search Ads einsetzt, hat bis Februar 2027 Zeit. Die Erstellung neuer DSA-Kampagnen war zwischenzeitlich gesperrt, Google hat das am 15. Juni 2026 zurückgenommen, bis Januar 2027 lassen sich also weiterhin welche aufsetzen. Für ein frisches Setup lohnt sich das trotzdem selten, weil die Kampagne spätestens im Februar 2027 migriert wird.
Was am Ende übrig bleibt
Google Ads im B2B-Mittelstand ist kein Set-it-and-forget-it-Kanal. Es ist Wochenarbeit. Wer das Budget nicht jeden Montag anschaut, wer keine Phase-Trennung in den Kampagnen hat, wer auf Form-Submits statt auf qualifizierte Leads optimiert, der verbrennt regelmäßig mehr als die Hälfte des Etats.
Die fünf Hebel oben sind nicht spektakulär. Sie sind die Grundhygiene, die viele Accounts schlicht nicht machen. Wer sie konsequent umsetzt, kommt im B2B-Mittelstand mit einem Werbebudget von zwei- bis fünftausend Euro pro Monat erstaunlich weit. Mehr Budget hilft erst, wenn diese Basis steht. Eine ergänzende Lektüre für alle, die noch nie eine eigene SEA-Kampagne gebaut haben, ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung zu SEA-Kampagnen.
Der nächste konkrete Schritt für diese Woche: Öffne die Kampagnenliste, filtere auf kampagnenweiten Broad Match und automatisch erstellte Assets, exportiere für die Treffer die letzten 28 Tage als Referenz und trage dir den 1. Oktober als Termin für den Vergleich ein.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich den Search-Term-Report prüfen?
Mindestens einmal pro Woche, nicht monatlich. Im B2B kommen pro Monat dutzende irrelevante Long-Tail-Suchen rein, etwa Praktikum-Suchen, Konkurrenz-Vergleiche oder kostenlose Anleitungen, und jeder dieser Klicks kostet zwischen drei und zwanzig Euro. Wer jeden Montag die letzten sieben Tage exportiert, nach Klicks sortiert und unpassende Suchen auf die negative Keyword-Liste setzt, braucht dafür rund zwanzig Minuten und senkt die Werbeausgaben in den ersten zwei Monaten regelmäßig um zwanzig bis dreißig Prozent. In den vier Wochen nach der AI-Max-Migration im September 2026 lohnt sich der tägliche Blick, weil die Ausspielung dann breiter läuft.
Was passiert am 1. September 2026 mit meinen Google-Ads-Kampagnen?
Google migriert zwischen dem 1. und dem 30. September 2026 alle Kampagnen mit kampagnenweitem Broad Match und alle Kampagnen mit automatisch erstellten Assets automatisch zu AI Max für Suchkampagnen. Broad-Match-Kampagnen erhalten dabei den Suchbegriff-Abgleich, Kampagnen mit automatisch erstellten Assets zusätzlich die Textanpassung. Neue Kampagnen mit diesen Alt-Einstellungen lassen sich seit dem 3. August 2026 nicht mehr anlegen. Dynamic Search Ads bleiben von diesem Fenster unberührt. Ihre automatische Umstellung läuft erst vom 1. bis 28. Februar 2027, und die zwischenzeitliche Sperre für neue DSA-Kampagnen hat Google am 15. Juni 2026 zurückgenommen, anlegen lassen sie sich noch bis Januar 2027. Erst mit dem Start der Februar-Migration entfällt zusätzlich die Möglichkeit, neue DSA-Anzeigengruppen zu erstellen. Vorhandene Marken-Einschlüsse und Marken-Ausschlüsse übernimmt Google in die migrierte Kampagne.
Warum sollte ich Kampagnen nach Funnel-Phase statt nach Thema bauen?
Weil sich in einer Themen-Kampagne wie „CRM“ Suchen aus drei Buyer-Phasen mischen: Awareness, Consideration und Decision. Das ruiniert die Performance. Bei sauberer Trennung bekommt jede Phase eigene Anzeigen, eine eigene Landing-Page und eine eigene Conversion-Definition, und die Budgets werden separat gesteuert. So wird sichtbar, in welcher Funnel-Phase Geld verbrannt wird und in welcher es konvertiert. Nach der AI-Max-Umstellung ist diese Struktur zusätzlich die Ebene, auf der sich die breitere Ausspielung noch getrennt messen und budgetieren lässt.
Sollte ich auf den Brand des Wettbewerbers bieten?
Nur in zwei Konstellationen. Erstens, wenn man als kleinerer Anbieter eine klar abgrenzbare Spezialisierung hat, die der Brand-Marke fehlt. Zweitens, wenn der Wettbewerber gerade eine Pricing-Erhöhung oder einen Service-Skandal hatte und die Suchintention tatsächlich kommerziell ist. Sinnvoll ist ein Test mit fest gedeckeltem Tagesbudget von zwanzig bis fünfzig Euro über vierzehn Tage. Bleibt die Conversion-Rate deutlich unter dem Account-Schnitt, gehört die Kampagne abgeschaltet.
Warum sollte ich nicht auf Form-Submits optimieren?
Weil eine Conversion keine ausgefüllte Form ist, sondern eine qualifizierte Anfrage, die der Vertrieb in einen Termin überführen kann. Den Form-Submit kann man als Soft-Conversion tracken, sollte den Account aber nicht darauf optimieren. Stattdessen definiert man die qualifizierte Anfrage, schickt sie aus dem CRM zurück an Google Ads und lässt den Algorithmus auf diese Hard-Conversion lernen. Seit April 2026 läuft dieser Rückkanal über die erweiterten Conversions für Leads, die Nutzerdaten aus Website-Tag, Data Manager und API gleichzeitig annehmen. Die Click-ID gehört weiterhin in jeden Upload.
Sehe ich bei Performance Max inzwischen, wohin mein Budget fließt?
Ja, seit Anfang 2026 gibt es den Bericht zur Kanalleistung. Er weist Suche, Suchnetzwerk-Partner, YouTube, Display, Gmail, Discover und Maps getrennt aus, auf Kampagnen-, Asset-Gruppen- und Asset-Ebene, und braucht keine zusätzliche Einrichtung. Importierte Offline-Conversions sind enthalten, die B2B-Rechnung mit qualifizierten Anfragen funktioniert also. Einen Schalter zum Abwählen einzelner Kanäle gibt es weiterhin nicht. Steuern lässt sich über Ausschluss-Keywords und Marken-Ausschlüsse auf Kampagnenebene, über Zielgruppensignale und über das Budget, weshalb der Deckel von rund zwanzig Prozent des Gesamtbudgets im B2B sinnvoll bleibt.
Quellen & Referenzen
- Google Ads Developer Blog: Ankündigung der automatischen Migration von kampagnenweitem Broad Match und automatisch erstellten Assets zu AI Max, 12. August 2026. ads-developers.googleblog.com
- Google, Ads & Commerce Blog: Dynamic Search Ads werden auf AI Max umgestellt, Beitrag vom 15. April 2026, aktualisiert am 11. Juni 2026. blog.google
- Search Engine Land: Migrationsfenster 1. bis 30. September 2026 für Broad Match und automatisch erstellte Assets, Februar 2027 für Dynamic Search Ads, 14. August 2026. searchengineland.com
- Search Engine Land: Google verschiebt die DSA-Migration auf Februar 2027, DSA-Erstellung bis Januar 2027 wieder offen, 12. Juni 2026. searchengineland.com
- Search Engine Journal: Verlängerte Frist für die Dynamic-Search-Ads-Migration, Erinnerung an Konten am 15. Januar 2027. searchenginejournal.com
- Google Ads-Hilfe: Bericht zur Kanalleistung für Performance Max, Kanäle und enthaltene Conversions. support.google.com
- Google Ads-Hilfe: Auszuschließende Keywords und Marken-Ausschlüsse in Performance-Max-Kampagnen. support.google.com
- Google Ads-Hilfe: Upgrade des Offline-Conversion-Imports auf erweiterte Conversions für Leads, Stichtag April 2026. support.google.com
- Google Ads-Hilfe: Suchbegriffe-Bericht analysieren und auszuschließende Keywords pflegen. support.google.com
- Google Ads-Hilfe: Conversion-Import aus dem CRM und Click-ID-Upload. support.google.com