Das Panel
Für diesen Report haben wir 193 mittelständische Unternehmen aus 10 Branchen ausgewählt, alle unabhängig oder familiengeführt, alle mit belegter Quelle.
KI-Sichtbarkeits-Report Mittelstand 2026
Wie sichtbar ist der deutsche Mittelstand, wenn Kunden eine KI fragen? Eine Messung über 193 mittelständische Unternehmen, 10 Branchen und 986 KI-Antworten.
Collective Brain, Hamburg. Juli 2026.
Schirmherr: Florian Wessling, CEO von Collective Brain.
Executive Summary
Wenn ein Einkäufer heute wissen will, wer Sondermaschinen baut oder Paletten durch Süddeutschland fährt, fragt er immer öfter keine Suchmaschine mehr, sondern eine KI. Die Antwort kommt als fertiger Text mit einer Handvoll Namen. Wer dort nicht vorkommt, existiert für diesen Einkäufer nicht.
Wir wollten wissen, wie oft der deutsche Mittelstand in diesen Antworten vorkommt. Also haben wir es gemessen.
39,9 % der geprüften Unternehmen (77 von 193) tauchen in keiner einzigen der 60 Antworten zu ihrer Branche auf. Weder als Empfehlung im Text noch als Quelle. Als Quelle zitiert werden sogar nur 28 %.
Bei Metall- und Kunststoff-Zulieferern sind 70 % unsichtbar, in der Logistik 63 %. Medizintechnik (10 %) und Lebensmittelhersteller (16 %) stehen deutlich besser da. Wer B2B-Zulieferer ohne Produktmarke ist, kommt in KI-Antworten kaum vor.
61 % aller Antworten zitieren Plattformen wie „Wer liefert was“, Europages oder IndustryStock statt der Unternehmens-Websites. Die KI empfiehlt, aber sie empfiehlt aus zweiter Hand. Nur 54 der 193 Firmen werden überhaupt je über die eigene Website belegt.
Nur 60 der 193 Unternehmen sind in beiden KI-Systemen sichtbar. 56 weitere existieren nur in einem der beiden. Wer seine KI-Präsenz nur in einem System prüft, sieht ein falsches Bild.
Direkt nach einer Firma gefragt, kennen die KIs praktisch jedes Unternehmen im Panel. Die Information ist da. Sie wird nur nicht abgerufen, wenn es zählt: bei der Anbietersuche. Genau das lässt sich ändern, und Kapitel 7 des Reports zeigt wie.
Der Branchenvergleich
Die Quote der unsichtbaren Unternehmen je Branche:
Methodik
Für diesen Report haben wir 193 mittelständische Unternehmen aus 10 Branchen ausgewählt, alle unabhängig oder familiengeführt, alle mit belegter Quelle.
Jede der 100 Fragen ging dreimal an Perplexity (Modell sonar-pro) und dreimal an Google Gemini (Modell 2.5 Flash mit aktiver Google-Suche).
Ein Unternehmen gilt als unsichtbar, wenn es in allen 60 Antworten seiner Branche weder genannt noch zitiert wird.
Messzeitraum: 17. Juli 2026. Alle 986 Antworten liegen als Rohdaten vor, mit vollständigen Antworttexten und allen Quellen-URLs.
Download
Alle Befunde, der volle Branchenvergleich, die 7 Muster sichtbarer Unternehmen und die 7 Schritte zur KI-Sichtbarkeit. Trag deine E-Mail-Adresse ein, danach bekommst du den Report direkt als PDF.
Häufige Fragen
Pro Branche 10 Fragen, formuliert wie echte Entscheider sie stellen: 5 bundesweite Anbieterfragen, 3 regionale Fragen und 2 Problemfragen aus konkreten Beschaffungssituationen. Gemessen haben wir zwei Dinge. Nennung: Der Firmenname steht im Antworttext. Zitat: Die Domain der Firma taucht in den Quellen der Antwort auf. Ein Unternehmen gilt als unsichtbar, wenn es in allen 60 Antworten seiner Branche weder genannt noch zitiert wird.
Aufnahmekriterien: Sitz in Deutschland, etwa 50 bis 5.000 Mitarbeiter, unabhängig oder eigentümer- beziehungsweise familiengeführt. Keine Konzerntöchter, keine börsennotierten Unternehmen. Jede Firma ist mit einer öffentlichen Quelle belegt (Branchenlisten, Verbandsverzeichnisse, IHK-Verzeichnisse, Fachpresse, Wikipedia). Die Auswahl mischt bekannte Hidden Champions mit normalen Mittelständlern und streut regional über das ganze Bundesgebiet.
Ja. Wir bei Collective Brain machen genau diese Messung und die Maßnahmen dahinter für Unternehmen. Die Methodik dieses Reports ist unser Werkzeug. Unverbindlich sprechen
Dieser Report ist eine Momentaufnahme vom Juli 2026, und genau deshalb wiederholen wir ihn. Ab sofort messen wir das Panel quartalsweise mit identischen Fragen. Ein paar Dinge nehmen wir uns für die nächsten Ausgaben vor: ChatGPT als drittes Messsystem, ein tieferer Blick auf regionale Fragen und eine Auswertung, wie schnell sich Website-Änderungen in KI-Antworten niederschlagen.